Gasbohren-Gegner fordern umfassendes Gasbohren-Verbot von NRW-Landesregierung

Die schwarz-rote Bundesregierung in Berlin hat sich auf ein Fracking-Gesetz geeinigt. Die Entscheidung über Gasbohren soll den Bundesländern überlassen werden. Der Gesetzentwurf soll noch vor der Sommerpause in den Bundestag kommen.

„Bei der neuen Gesetzeslage verlangen wir von den Grünen und der SPD in Düsseldorf, dass sofort alle Projekte zur Gasförderung gestoppt werden“, fordert Jürgen Blümer von den Landschaftspaten angesichts der geplanten Neuregelung. „Es darf weder für Fracking noch für Tektomechanik ein Schlupfloch geben in NRW.“ Die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren haben sich dem Beschluss des BUND-NRW angeschlossen, der eine Ausweitung des Gasbohren-Verbots fordert. Dazu wurde eine Petition an den Landtag online geschaltet:

http://energiewende-jetzt.org/

Insgesamt sieht Blümer die Neuregelung auf Bundesebene kritisch. „Die Bundesregierung aus SPD, CDU und CSU findet keine Sachargumente mehr für Gasbohren und gegen die Energiewende“, so Blümers Einschätzung. „Damit verkommt dieses brisante Thema zur reinen politischen Manövriermasse.“Es sei damit zu rechnen, dass Fracking von Rot-Grün in NRW verboten, gleichzeitig von Rot-Grün in Niedersachsen aber genehmigt wird. „Dieser politische Irrsinn ist ein Schlag ins Gesicht all der Menschen, deren Heimat durch Erdbeben, giftigem Bohrschlamm und Bodenverseuchung bedroht ist.“

Aktuell planen die Stadtwerke Hamm und HammGas, in NRW nach Gas zu bohren ohne Fracking. Gasbohren-Gegner fordern von der Landesregierung, Gasbohren generell in NRW zu verbieten. Nach einer ersten Bohrstelle bei Ascheberg-Herbern, die bereits in Betrieb ist, soll noch dieses Jahr bei Hamm ein zweiter Bohrplatz seinen Betrieb aufnehmen.

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