Presseeinladung von Oxfam

Presseeinladung / Terminhinweis

Klimazeugen aus Afrika und Asien werben in Deutschland für Kohleausstieg

Veranstaltungen und Aktionen in NRW und Berlin

https://www.oxfam.de/

Deutschland heizt als weltweit größter Braunkohleproduzent und  europäischer Spitzenreiter im Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase den Klimawandel an. Gleichzeitig kämpfen Betroffene der Klimakrise in armen Ländern mit zunehmenden Dürren, immer heftigeren Tropenstürmen und dem steigenden Meeresspiegel.

Auf Einladung der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam bereisen die Klimazeugen Chinma George aus Nigeria und A.G. Saño von den Philippinen Ende März Nordrhein-Westfalen und Berlin, um für einen zügigen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung zu werben. In Gesprächen, Vorträgen und Aktionen verdeutlichen sie aus erster Hand, wie die Auswirkungen des Klimawandels die Menschen in ihrer Heimat bedrohen und Armut und Hunger verschärfen.

Nachstehend finden Sie Informationen zu den Biografien der Klimazeugen sowie den Reiseplan mit Aktionen und Veranstaltungen, zu denen wir Sie herzlich einladen. Auf dem Programm stehen unter anderem Proteste am Braunkohletagebau Garzweiler und vor der RWE-Konzernzentrale in Essen. Chinma George und A.G. Saño stehen auf Anfrage für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

Kontakt: Nikolai Link, 030-453069-712, nlink@oxfam.de

Weiterführende Informationen zum Thema Klimawandel und Kohlekraft finden Sie hier: https://www.oxfam.de/unsere-arbeit/themen/kohlekraft-klimawandel

Reiseplan Klimazeugen

23.03.2017 Garzweiler *FOTOTERMIN*

16 Uhr: Protest vor dem Braunkohletagebau Garzweiler

Vor dem Hintergrund des Braunkohletagebaus Garzweiler entfalten die Klimazeugen ein Banner mit der Aufschrift „Klima schützen, Kohle stoppen!“.

  • Ort: Aussichtspunkt Jackerath / Tagebau Garzweiler Skywalk (E 6.462849° N 51.045424°)

23.03.2017 Erkelenz

19-21 Uhr: Vortrag „Überleben im Klimachaos“

Die Klimazeugen berichten vom Klimawandel in Nigeria und auf den Philippinen. Pfarrer Jens Sannig spricht über die Position des Kirchenkreises Jülich zur Zeit nach der Braunkohle – dem größten Treiber des Klimawandels.

  • Ort: Evangelische Kirche, Martin-Luther-Platz 6,  41812 Erkelenz
  • Gemeinsame Veranstaltung mit dem Kirchenkreis Jülich
  • Link zur Veranstaltung

24.03.2017 Essen *FOTOTERMIN*

11 Uhr: Protest vor der RWE-Konzernzentrale

Die Klimazeugen und lokale Klima-Aktivisten protestieren mit einer aus Menschen und Stoff geformten roten Linie gegen den Kohleabbau und die Kohleverstromung von RWE.

  • Ort: Konzernzentrale RWE („RWE-Turm“) am Opernplatz 1, 45128 Essen

18-20 Uhr: Vortrag „Überleben im Klimachaos“

Die Klimazeugen berichten vom Klimawandel in Nigeria und auf den Philippinen. Aktivist/innen der „Fossil Free“-Bewegung stellen dazu ihre Kampagne „Raus aus RWE“ vor, mit der sie auch in Essen für den Klimaschutz kämpfen.

26.03.2017 Düsseldorf *FOTOTERMIN*

11 bis ca. 17 Uhr: Kunst an der Rheinpromenade

Der Klimazeuge und Straßenkünstler A.G. Saño bemalt gemeinsam mit jungen Menschen und Passanten ein 2×8 Meter großes Banner zum Thema Klimagerechtigkeit. Darin bildet A.G. Saño u.a. seine persönlichen Erfahrungen mit den Auswirkungen des Klimawandels ab.

  • Ort: Rheinpromenade, Mannesmannufer 2, 40213 Düsseldorf.

Die Aktion veranstaltet Oxfam Deutschland gemeinsam mit dem Eine Welt Netz NRW, Farbfieber e.V. und der Flüchtlingsinitiative „Stay“.

27.03.2017 Düsseldorf

17-19 Uhr Vortrag „Überleben im Klimachaos“

Klimazeugen berichten vom Klimawandel in Nigeria und auf den Philippinen und von ihrem Kampf gegen die Folgen.

  • Ort: Junges Schauspielhaus, Münsterstraße 446, 40470 Düsseldorf

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Eine Welt Netz NRW und dem Café Eden

30.03.2017 Berlin

17-19 Uhr: Podiumsdiskussion „Klimabedingte Migration – Wenn der Klimawandel Menschen in die Migration treibt“ im Rahmen der Berliner Klimagespräche der Klima-Allianz in Kooperation mit VENRO

Input: Chinma George
Anschließend Diskussion:

  • Peter Fischer, Beauftragter für Energie- und Klimapolitik und Exportkontrolle im Auswärtigen Amt
  • Dr. Koko Warner, Leiterin Environmental Migration, Social Vulnerability and Adaptation Section at United Nations University (UNU-EHS) (angefragt)
  • Chinma George, Klima-Aktivistin aus Nigeria
  • Marion Lieser, Geschäftsführerin Oxfam Deutschland e.V.

Hintergrund: Die Klimazeugen

Chinma George, Nigeria:

Chinma George aus Nigeria, geboren 1986, ist Expertin für Klimawandel und Landwirtschaft. Sie berät internationale Institutionen wie die UN-Wirtschaftskommission für Afrika (UNECA) und das African Climate Policy Centre (ACPC). Für die  Nichtregierungsorganisation „Human and Environmental Development Agenda“ (HEDA) unterstützt sie Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der Anpassung an den Klimawandel. Auf Konferenzen der Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union oder afrikanischer Regierungen stellt sie regelmäßig Berichte und Empfehlungen vor. Darüber hinaus ist sie Gründungsmitglied der „Climate for Development in Africa (Clim-Dev-Africa) Youth Platform“ und war 2016 Mitglied der nigerianischen Delegation auf der Weltklimakonferenz COP22 in Marrakesch.

A.G. Saño, Philippinen:

Seit fast 20 Jahren setzt sich der philippinische Künstler und Aktivist A.G. Saño, geboren 1975, für Umwelt- und Klimaschutz ein und war dabei u.a. für Organisationen wie WWF oder Greenpeace tätig. Immer wieder erlebt er, wie der Klimawandel zu zunehmend heftigeren Tropenstürmen auf den Philippinen führt. Den bisher schwersten, den Taifun Haiyan im Jahr 2013, hat er nur knapp überlebt. Seither organisiert er Rettungs- und Wiederaufbaumaßnahmen und hilft Gemeinden, sich auf die Naturkatastrophen besser vorzubereiten. Durch Vorträge an Schulen, Universitäten und auf internationalen Konferenzen klärt er über die wachsenden Gefahren des Klimawandels auf und stärkt durch Kunstaktionen das öffentliche Bewusstsein dafür.

Pressekontakt:

Nikolai Link, Tel.: 030-45 30 69 712, E-Mail: nlink@oxfam.de

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 19 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 90 Ländern.

Oxfam Deutschland e.V.
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Deutschland

 

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