Stromkennzeichnung 2014

Grauer Strom der Stadtwerke Hamm

„Hamms gute Geister“? – Von wegen!
Wir meinen: „Von allen guten Geistern verlassen!“

Bei unserem lokalen Stromversorger lohnt sich ein Blick in die Seite „Stromkennzeichnung“. Dieses ist die Information für Kunden über die Stromherkunft gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz. Der verkaufte Strom ist nicht grün, sondern dunkelgrau. Beteiligt ist die Kernkraft mit 11,46 %. Fossile Energieträger sind mit 47,8 % im Mix. Deutlich zu viel!

stromkennzeichnung 2014 Teil 1

Stadtwerke stromkennzeichnung 2014 Teil 2

Immerhin sind alle Werte teils deutlich unter den deutschen Durchschnittswerten (= Werte in Klammern) und die Stadtwerke investieren in erneuerbare Energien.

Wir meinen: Da geht noch mehr!

30 Millionen Euro (nach aktuellem Stand, 03.11.2015 ) haben die Stadtwerke Hamm durch ihre Investition in das Kohlekraftwerk Hamm-Uentrop bisher verloren. – Und sie investieren mit ihrer Beteiligung an HammGas in eine Risikotechnologie, deren Folgen, ökologisch und ökonomisch betrachtet, noch gar nicht absehbar sind.

Damals, im Jahre 2011, als der GAU in Fukushima noch ein Thema der Tagespresse war, hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hamm beschlossen, sich nun nach Möglichkeit von den Atomstromlieferungen (Damals ein Anteil von 10%) zu trennen. Wie kommt es, dass wir heute bei knapp 12% sind?

(„Der Verbraucher hat es in der Hand und sollte sich den Tarif „Fashion Klima“ ansehen. Oder gleich zu einem alternativen Strom- und Gasanbieter wechseln.„) So haben wir bisher geschrieben. Nun rufen wir jedoch ganz offen dazu auf, den Strom- und Gasanbieter zu wechseln, um das Gasbohren in Hamm zu verhindern. (Stand Juni 2016). Unten haben wir einige Anbieter aufgelistet. Informationsbroschüren für den Wechsel des Anbieters können auch bei uns oder bei unserem Bündnispartner NABU angefordert werden. Ökostrom ist etwas teurer, aber der Kunde investiert in die Zukunft.

Übrigens war die Werbung für den Ökostrom-Tarif bei den Stadtwerken mal aggressiver: Das war kurz nach der Katastrophe in Fukushima im März 2011. Die Stadtwerke haben damals ein Banner über ihre Homepage gelegt. „100% grüne Energie ohne Atomstrom“ stand darauf. – Sicherlich eine Reaktion darauf, dass immer mehr kritische Bürger den Wechsel des Stromanbieters empfohlen haben, um Druck auf die Anbieter auszuüben.

Ist der Druck der Verbraucher nicht groß genug?

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Gemeinsam für den Klimaschutz in Hamm (Westf.)