Der Film „Promised Land“

Seit Juni 2013 im Kino!

Text aus YouTube, 23.01.2013 | „Nichts leichter als das!“, denkt sich der Unternehmensvertreter Steve Butler (Matt Damon), als er die Bewohner einer Kleinstadt im amerikanischen Hinterland für die Expansionspläne seiner Naturgas-Firma gewinnen will. Die Wirtschaftskrise hat den Ort schon längst in die Knie gezwungen. Warum also sollten die Leute ihm nicht die Bohrrechte an ihrem Grund und Boden abtreten? Gegen gute Bezahlung, versteht sich. Allerdings haben Butler und seine Geschäftspartnerin Sue Thomason (Frances McDormand) nicht mit dem Widerstand des hochgeschätzten Lehrers Frank Yates (Hal Holbrook) gerechnet. Der befürchtet nämlich durch die Bohrungen eine Gefährdung für Mensch und Tier, die durch die entstehende Umweltverschmutzung zu Schaden kommen könnten. Als dann auch noch der aalglatte Umweltaktivist Dustin Noble (John Krasinski) auftaucht, erreicht die immer hitziger werdende Auseinandersetzung bald ihren Siedepunkt…

PROMISED LAND ist ein packendes und hoch aktuelles Drama. Kultregisseur Gus Van Sant (Good Will Hunting, Milk) zeigt die Gefahren des Drillbohrens mit chemischen Zusätzen — Fracking genannt – auf. Angeführt von den Oscar-Preisträgern Matt Damon (Die Bourne-Trilogie) und Frances McDormand (Fargo) überzeugt die hervorragende Besetzung mit pointierten Dialogen.

FBW-Filmbewertung

Pressetext

Für das Erdgasunternehmen „Global“ reist Steve Butler quer durch Amerika, um neue Ressourcen zu erschließen. Auch in einer Kleinstadt im Mittleren Westen sollen die von Wirtschaftskrise und Rezession gebeutelten Kleinstadtbewohner zu einem möglichst günstigen Preis die Bohrrechte an ihrem Land an „Global“ abtreten. Um das Vertrauen der Einheimischen zu gewinnen, adaptiert Butler die Lebensgewohnheiten der Bewohner und gibt ihnen das Gefühl, einer von ihnen zu sein. Doch dann regt sich Widerstand in der Stadt. Die Einwände eines Professors und eines Umweltaktivisten drohen die Pläne zu gefährden und stürzen Butler in ein moralisches Dilemma. Der neue Film von Kult-Regisseur Gus Van Sant widmet sich den Gefahren des „Frackings“ und den hochgiftigen Substanzen, die bei dieser Bohrmethode angewandt werden. Van Sant erzählt konsequent und geradlinig. Völlig unprätentiös, leise und unaufgeregt zeigt er Konflikte auf, lenkt den Zuschauer jedoch nie manipulativ in eine Denkrichtung. Vielmehr bildet der Film unterschiedliche Standpunkte nachvollziehbar ab, problematisiert, aber indoktriniert nicht. Die Dialoge überzeugen ebenso wie der durch Matt Damon angeführte exzellente Cast, der beeindruckend glaubwürdig spielt. Van Sant nimmt sich Zeit für Atmosphärisches und arbeitet inszenatorisch gezielt mit Schärfen und Unschärfen, die vor allem den inneren Konflikt der Hauptfigur spürbar werden lassen. Ein Film, der in die Tiefe dringt und dazu ein großartiges Plädoyer für die Entscheidungsfreiheit des Individuums.

wikipedia.org

Der Film befasst sich mit dem umstrittenen Thema Fracking und dessen Auswirkungen auf Umwelt und Mensch. … Das Lexikon des internationalen Films urteilt, der Film werde von „großartigen Darstellern und treffsicheren Dialogen“ getragen. „Mit den klassischen Elementen des Entwicklungsdramas“ erzählt die Produktion „vom Zwiespalt zwischen finanzieller Absicherung und ökologischem Gewissen“.

arte.tv

Zwei Angestellte einer Fracking-Firma versuchen in einer ländlichen Gegend der USA, die Bewohner zum Verkauf ihrer Grundstücke an das Unternehmen zu überreden. Der sozial differenzierte Film (2012) von Kultregisseur Gus Van Sant nähert sich der Thematik des Frackings aus einer neuen Perspektive: Es geht um jene, die heute dort leben, wo morgen der große Gewinn gemacht wird.

 

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