Wie funktioniert eine Bio-Biogasanlage?

Exkursion zu einer alternativen Biogas-Anlage in Warstein-Belecke

Wie funktioniert eigentlich eine Biogas-Anlage? Welche Bedeutung haben solche Anlagen im Rahmen der angestrebten Energiewende? Und wie kann vermieden werden, dass Lebensmittel „verheizt“ werden und es zu einer „Vermaisung“ der Landschaft kommt?

Zur Beantwortung dieser Fragen hat FUgE für Samstag, 25. Oktober, zu einer Exkursion nach Warstein-Belecke eingeladen. Die Teilnehmer lernten auf dem Bioland-Hof von Christian Kroll-Fiedler nicht nur, wie eine alternative Biogasanlage („Bio–Biogasanlage“) funktioniert.

Bei der Hofbesichtigung wurde deutlich, was zu dem nachhaltigen Betrieb einer solchen Anlage ohne „Tank- oder Teller-Problematik“ gehört. Dieser beginnt schon bei der Viehhaltung und der Produktion der Futtermittel. Was für die Produktion von Biogas benötigt wird, stammt überwiegend in Form von Gülle und Mist aus der eigenen Rinderhaltung. Außerdem werden Pflanzen sowie Futterreste aus der Biolandwirtschaft verwendet. Nur wenn es nicht ausreicht, werden Reststoffe und Mist von anderen Bauern zugekauft. Das während des Gärprozesses dieser organischen Materialien entstehende Biogas wird im eigenen Blockheizkraftwerk (BHKW) in elektrische Energie umgewandelt und auf dem Hof selbst verbraucht bzw. ins öffentliche Stromnetz eingepeist. Überschüssige Wärme wird über eine Wärmeleitung für die Bezeizung von Stallungen an den Nachbarn geliefert.

Der Hof von Biolandwirt Christian Kroll-Fiedler besteht bereits seit 1998 und war damals einer der ersten seiner Art. 2006 wurde die Anlage erweitert. Heute erzeugt sie eine Jahresleistung von 700.000 kWh. 2007 entstand zudem ein Bürgerwindpark in Hofnähe und seit 2010 speist Kroll-Fiedler auch Strom aus seiner 120 kw Photovoltaikanlage ein.

Diese Exkursion fand mit der freundlichen Unterstützung von Engagement Global, Servicestelle NRW, statt.

Weiterführende Links

 

Pressebericht 18.10.2014

Initialtreffen Klimabündnis Hamm
am Samstag, 18.10.2014 bei FUgE

Der erste Schritt zur Gründung eines Klimabündnisses in Hamm ist getan. Am letzten Samstag trafen sich bei FUgE (Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung) Mitglieder und Vertreter mehrerer Umweltinitiativen und Verbände, um eine mögliche Zusammenarbeit auszuloten.

Die Teilnehmer waren sich schnell einig: Das „Klimabündnis Hamm“ wird die Hammer Stadtpolitik im Hinblick auf klimawirksame und klimaschädliche Maßnahmen beobachten. Es mischt sich ein, unterstützt das städtische Klimaschutzprojekt (Slogan “Stadt.Klima.Ich”) im Rahmen des Leitprojektes „Klimametropole Ruhr 2022“ und ermuntert Hammer Bürger zu einem klimafreundlichen Lebensstil. Hierzu wird das Bündnis mit Hilfe der teilnehmenden Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen und Unternehmen Aufklärungsarbeit leisten. Im Internet sollen unter www.klimabuendnis-hamm.de klimafreundliche Beispiele gezeigt werden. Ein Veranstaltungskalender wird Informations- und Beteiligungsangebote auflisten und ein Newsletter liefert Informationen direkt per Email. Damit die Vorstellung klimafreundlicher Modelle nicht zu theoretisch wird, werden zum Beispiel Exkursionen zu beispielhaften Projekten und Kommunen oder Filme als Diskussionsgrundlage angeboten.

Bereits am Samstag, 25.10.2014 von 13-17 Uhr  bietet FUgE den Besuch einer Biogasanlage in Warstein-Belecke an. Bei Interesse wird um eine Anmeldung unter 02381/41511 gebeten.

In der nächsten Zeit werden weitere Interessierte in Hamm angesprochen, um sie zur Zusammenarbeit im “Klimabündnis Hamm” zu bewegen. Wer sich aktiv einbringen möchte, kann sich auch per Email an sta@klimabuendnis-hamm.de wenden.

Pressespiegel

Gemeinsam für den Klimaschutz in Hamm (Westf.)