Schlagwort-Archive: Unzeiger

Unveröffentlichte Pressemitteilungen und Leserbriefe und Themen, die wir in der Tagespresse vermissen.

PM der BIGG Hamm vom 27.10.2016

Westfälischer UnzeigerBeim WA am 27.10.2016 eingereicht.
Wurde nicht veröffentlicht.

Am Samstag, 29. Oktober, findet in Lingen eine überregionale Anti-Atomkraft-Demonstration statt. Auftakt ist um 13 Uhr am Bahnhof Lingen. Eine Forderung lautet: Energiewende jetzt! Sonne, Wind und Speicher, statt Kohle, Gas, Atom! Für die musikalische Unterhaltung werden am Bahnhof der Liedermacher Gerd Schinkel aus Köln und auf dem Marktplatz die Reggae-Band Peace Development Crew aus Hannover sorgen. Mehr als 120 bundesweite Organisationen rufen zur Teilnahme auf, darunter auch Organisationen aus Hamm. Das Klimabündnis Hamm, die Bürgerinitiative Umweltschutz, Hamm gegen Atom, die BIGG (gegen Gasbohren), der BUND und der Nabu bieten eine Mitfahrgelegenheit mit der Bahn an. Treffpunkt ist um 10:50 Uhr am InfoPoint im Bahnhof Hamm.
Details: http://www.hamm-gegen-atom.de/?p=949

Einflussmöglichkeit durch den OB ist gesichert!

Rede von Andrea Pfeifer in der BV Rhynern

Andrea Pfeifer
Andrea Pfeifer

In der Bezirksvertretung Hamm-Rhynern hat Andrea Pfeifer von B’90/Die Grünen und Initiatorin der Gruppe „Grüne Bürger gegen Gasbohren“ am 30.06.2016 eine Rede zum Gasbohren gehalten, die wir hier im Wortlaut wiedergeben. Unten sehen wir dann, was der WA daraus gemacht hat.

„Herzlichen Dank an die Verwaltung für die Stellungnahme zu aktuellen Entwicklungen der HammGas. Nach Aussagen zwischen 2011 bis 2014 wie „Wir beantworten keine Fragen in der Bezirksvertretung. Das ist allein Sache des Rates“ sind das erstaunliche 7 Seiten.

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PM der BIGG Hamm vom 19.08.2016

Westfälischer UnzeigerBeim WA am 19.08.2016 eingereicht. Bis heute (31.08.2016) nicht veröffentlicht.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative gegen Gasbohren Hamm (BIGG)
zum WA-Bericht „Vorwürfe via Facebook gegen Bohrfirma“ vom 16.08.2016

Erst durch das Kapital und die Grundstücke der Stadtwerke wird in Hamm das Gasbohren ermöglicht, so die Bürgerinitiative gegen Gasbohren Hamm. „Die fossile Branche selbst steckt in einer schweren Strukturkrise und versucht nur noch, sich auf Kosten naiver Geldgeber wie der Stadtwerke ein paar zusätzliche Jahre zu erkaufen.“, so Dirk Hanke von der BIGG. Diese Einschätzung beruht unter anderem auf den folgenden für jeden nachprüfbaren Sachverhalten:

wallstreet-online.de 02.09.2016

Die Firma Daldrup und Söhne, die jüngst Kursschwankungen von 4% beklagte, verzeichnete seit 2008 einen kontinuierlichen Kursrückgang von 35€ auf 7€, also um 80%. Offenbar haben die fachkundigen Anleger wenig Vertrauen in die Geschäftsentwicklung. [Nachweis live bei wallstreet-online.de]

Bundesanzeiger per 04.09.2016
bundesanzeiger.de 04.09.2016

Die PVG GmbH, Hauptgesellschafter der HammGas, weist 2013 eine schwache Bilanz auf und nimmt seitdem lieber Ordnungsgelder hin, als der Pflicht zur Bilanzveröffentlichung im Bundesanzeiger nachzukommen. [bundesanzeiger.de | Nachweis per 04.09.2016]

National und international werden Projekte zur Lagerstättenerkundung und -erschließung aufgegeben. Zuletzt entzog das zuständige Ministerium in Schleswig-Holstein der Firma Central Anglia eine Lizenz, da diese keine Investoren finden konnte. [Nachweis: Medien-Info vom Ministerium Schleswig-Holstein]

Dirk Hanke von der Bürgerinitiative beurteilt diese Situation positiv: „Die Menschen vor Ort haben die Möglichkeit, auf die Stadtwerke und die verantwortlichen Politiker einzuwirken, indem sie Strom- und Gasanbieter wechseln und vor den kommenden Wahlen Druck aufbauen. Noch immer ist es den großen Parteien wichtiger, einen geschlossenen Eindruck zu vermitteln, als sich auf die Sorgen der Bürger einzulassen.“ Von Falschbehauptungen zu technischen Details des Bohrbetriebs distanziert sich die Bürgerinitiative: „So etwas haben wir nicht nötig. Ich vermute eher, dass unzufriedene Mitarbeiter, ein Beteiligter mit schlechtem Gewissen oder ein Konkurrent dahinter stecken. Vielleicht will man auch nur unsere Glaubwürdigkeit erschüttern“, bewertet Ulrich Mandel die jüngsten Meldungen zu fehlerhaften Verschraubungen des Bohrgestänges.

Dirk Hanke, BIGG Hamm

 

Leserbrief Nr. 2 an den WA

Westfälischer UnzeigerBeim WA am 16.08.2016 eingereicht. Bis heute (31.08.2016) nicht veröffentlicht. Mit einem Monat Verspätung am 16.09.2016 veröffentlicht. | Archiv

Zum WA-Bericht „Vorwürfe via Facebook gegen Bohrfirma“ vom 16.08.2016

Da veröffentlicht jemand im Facebook auf der Seite der Gasbohr-BEFÜRWORTER seine Vorwürfe gegen die Betreibergesellschaften und schon versteigt sich Andreas Tönies, Vorstandsmitglied des ausführenden Bohrunternehmens Daldrup & Söhne aus Ascheberg zu der Aussage, die Gasbohrgegner würden „mit allen Tricks arbeiten“. Die Betreiber der Seite haben schon am 8. August angekündigt, HammGas über die Vorwürfe zu informieren. Interessant, dass die Lobbyisten der Gasindustrie diese Vorwürfe sogar 7 Tage auf ihrer Facebookseite stehen gelassen haben.

Es sind die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren, die sich ernsthaft Sorgen um die Folgen des Gasbohrens machen und um kritische Aufklärung bemüht sind. Die erste Informationsveranstaltung im Lohauserholz ist z.B. von Gasbohrgegnern organisiert worden. Die Verkaufsveranstaltung der HammGas hat später nur deswegen im Hölzken stattgefunden, weil die Gegner Druck aufgebaut haben.

Es sind Umweltgruppen, die Fragen stellen und die die erhaltenen Informationen (falls sie überhaupt kommen) mit Vorsicht beäugen müssen. Denn sie wissen, dass Unternehmen, die durch Bergbau aller Art profitieren, alle Gründe haben, begangene Fehler, Pannen, eigene Unzulänglichkeiten und monetäre Verluste zu verschleiern. Beispiele hierfür gibt es genug. – Und da der Rat der Stadt Hamm mit allen Stimmen von CDU, SPD, FDP und sogar mit mehrheitlicher Unterstützung der GRÜNEN Ratsfraktion für die Aktivitäten der HammGas gestimmt haben, sind sie mit im Boot und auch sie müssen sich gefallen lassen, dass wir ihnen misstrauen, wenn es darum geht, Aussagen der Betreibergesellschaften zu prüfen. – Auch der Stadtrat in Hamm kann sich kein Scheitern der Gasbohr-Aktivitäten in Hamm und im Münsterland leisten.

Umweltschützer wie wir haben auch allen Grund, einer Behörde wie dem Bergamt zu misstrauen, denn wir wissen, dass sich dieses Amt auch nur auf das Bergrecht beruft, was schon lange geändert werden muss. Bereits 2011 hat die Bezirksregierung Arnsberg als zuständige Genehmigungsbehörde darauf hingewiesen, dass das Bergrecht dringend reformiert werden muss. Zu den Verbesserungsvorschlägen gehört neben einer verpflichtenden Sicherungsrücklage der antragstellenden Unternehmen auch die Beweislastumkehr.

Glauben Sie mir, Herr Tönies: Wenn Sie Probleme haben, einen Kredit zu bekommen, und wenn nun der Kurs Ihrer Aktie um vier Prozent gefallen ist, hat das andere Ursachen. Sie sind in einem Hochrisikogeschäft aktiv und ein Geschäftspartner, die PVG, hat den Jahresabschluss von 2014 noch nicht veröffentlicht, obwohl diese Firma dazu verpflichtet ist. Und wenn ich als Aktionär Ihre verschleiernden Veröffentlichungen lesen würde, dann würde ich mir auch meine Gedanken machen.
Sie behaupten nun, es gibt keine Verschleierungen? Dann können Sie sicherlich diese einfachen Fragen beantworten: „Wo bleibt der Bohrschlamm?“, „‚Wo sind die Daten vom Grundwasser-Monitoring?“, „Wie hoch sind Sie und die HammGas versichert, wenn was passiert?“. Oder: „Was ist mit den verseuchten Bohrplätzen, der umgebenden Natur und den angrenzenden Wohngebieten, der Gesundheit der Bevölkerung, sollte etwas passieren?“. – Das sind übrigens Fragen, die wir von unseren Volksvertretern im Stadtrat erwarten!

Ulrich Mandel
Klimabündnis Hamm