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09.12.2019: Mahnwache gegen Uranmülltransporte

Mahnwache gegen den Atommülltransport durch Hamm
und gegen neue HTR-Reaktoren von Urenco!

Kennzeichnung beim Schienentransport
Kennzeichnung beim Schienentransport

Nächsten Montag findet der zehnte Atommülltransport in diesem Jahr von Gronau über Hamm nach Russland statt. Der Uranzug wird voraussichtlich 600 t radioaktives und hochgiftiges Uranhexafluorid (UF6) transportieren, die in Russland in der Atomanlage Novouralsk bei Jekaterinburg als Atommüll verbleiben sollen. Der nukleare Müll wird etliche Stunden auf dem Hammer Verschiebebahnhof abgestellt. Bei einem Unfall oder Undichtigkeit der Behälter wird das flüssige UF6 gasförmig und breitet sich nebelartig in der Umgebung aus!

Unsere letzte Mahnwache am 18. November wurde in den Medien stark beachtet. Diesen erfolgreichen Widerstand wollen wir fortsetzen. Zeitgleich zur Aktion in Hamm finden Mahnwachen in Gronau, Münster, Unna, Lünen, Enschede, Ochtrup, Burgsteinfurt und Mönchengladbach usw. statt!

Wir fordern einen sofortigen Stopp des Atommülldeals zwischen Urenco und dem staatlich russischen Atomkonzern Rosatom. Die russische Umweltorganisation Ecodefense nennt den Deal „zynisch und unmoralisch“ und Greenpeace Russland fordert, dass Russland nicht die Atommüllkippe für die Gronauer Urananreicherung sein darf. Urenco gehört in Deutschland den Energieriesen RWE und EON sowie zu je einem Drittel dem britischen und niederländischen Staat.

Wir kritisieren, dass die sogenannte „Wiederanreicherung“ des angeblichen „Wertstoffs“ nur ein Deckmäntelchen ist, damit sich Urenco in Deutschland die sehr teure schadlose Entsorgung des abgereicherten Urans sparen kann. Die taz vom 19. 11. 2019 zitierte Vladimir Slivyak von der russischen Umweltorganisation Ecodefence: „Das ist kein Wertstoff, sondern Müll, Warum sonst sollte Urenco Rosatom bezahlen – und nicht umgekehrt?“

In Gronau fallen jedes Jahr an die 5000 t abgereichertes UF6 als Abfallstoff der Urananreicherung an. Neben der UAA lagern derzeit laut NRW-Landesregierung rund 22 000 t abgereichertes UF6 unter freiem Himmel, weil Urenco die sichere Entsorgung nicht finanzieren will. Das ist ein Skandal und Russland nicht die Lösung!

Urenco entwickelt kleine HTR`s!

Und es gibt gerade in Hamm noch einen weiteren Grund, gegen die Urananreicherungsanlage (UAA) zu demonstrieren: Urenco forciert aktuell Entwicklung und Bau von mehreren hundert kleinen Hochtemperatur-Modulreaktoren weltweit, will den dafür notwendigen nuklearen Brennstoff gleich mitliefern und daraus ein lukratives Geschäft machen. Nähere Infos dazu im neuen THTR-Rundbrief Nr. 152

Bitte kommt alle zur Mahnwache!

Zeit: Montag, den 9. Dezember, ab 14 Uhr

Ort: Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof Hamm

Mahnwache gegen Uranmülltransporte
Mahnwache gegen Uranmülltransporte, Hamm am 18.11.2019 (C) Ulrich Mandel

Mehr dazu:

Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm / Hamm gegen Atom, c/o Horst Blume, Schleusenweg 10, 59071 Hamm

Uli Mandel

Gründer, Administrator und Koordinator des Klimabündnis Hamm. Motto: "Taten, statt warten!“ oder "Auch ein Schritt zurück kann Fortschritt sein." Wer in meinen Beiträgen Fehler findet, sollte sie nicht behalten. Bitte per Mail zuschicken!

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