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11.03.2021: Mahnwache zum 10. Jahrestag des Super-GAU in Fukushima

Transparent von 2016 mit Montage für 2021 von FUgE
Transparent von 2016 (C) Gerd Peter, Montage für 2021 von FUgE

Update vom 01.03.2020: Nun mit der offiziellen Pressemitteilung!

Am 11.03.2011 jährt sich der atomare Super-GAU in Fukushima zum 10. Mal.

Aus diesem Anlass rufen wir an diesem Tag um 17:00 Uhr zu einer Mahnwache auf. Bringt Transparente und Fahnen mit. Auch die alten Banner können bei dieser Gelegenheit mal wieder gelüftet werden. Wenn sich alle Teilnehmer*innen verantwortungsvoll verhalten und Abstand halten, werden wir diese Veranstaltung auch mit Corona-bedingten Einschränkungen durchführen können.

Wann? 11.03.2020 von 17-18:30 Uhr
Wo? Hamm, Marktplatz (vor der Pauluskirche)


Die Pressemitteilung dazu:

Mahnwache in Hamm auf dem Marktplatz an der Pauluskirche!

Donnerstag, 11. März 2021 von 17.00 bis 18.30 Uhr

Coronakonform mit Abstand und Mund-Nasenmaske!

Zehn Jahre ist es her, dass sich die größte Atomkatastrophe seit Tschernobyl abspielte. Ein Erdbeben und ein Tsunami hatte das japanische Atomkraftwerk in Japan schwer beschädigt. 20.000 Menschen wurden getötet, ganze Landstriche verwüstet. In den darauffolgenden Tagen kam es in drei der sechs Atomreaktoren zu Kernschmelzen. Große Mengen Radioaktivität wurden in die Atmosphäre geschleudert. Mehr als 200.000 Menschen mussten evakuiert werden.

Japans Regierung schaltete in der Folgezeit alle 54 Atomkraftwerke ab, um über Konsequenzen aus der Katastrophe zu beraten. Die Mehrheit der Menschen in Japan lehnt AKW´s seitdem ab. Nur wenige Reaktoren sind inzwischen wieder ans Netz gegangen. Die japanische Regierung versucht trotz verheerender Folgeprobleme, „Normalität“ vorzutäuschen. In diesem Sommer sollen ausgerechnet in Fukushima Teile der Olympiade stattfinden!

Auch in der BRD findet nur ein langsamer und äußerst inkonsequenter „Atomausstieg“ statt. Die Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (NRW) beliefert weiterhin das nukleare Material für über 30 Atomkraftwerke in Europa. Bis 2011 belieferte Urenco auch den Fukushima-Betreiber Tepco.

Aktuell geht wieder angereichertes Uran in die japanische Atomstadt Tokaimura, nur 120 km südlich von Fukushima. Dort betreibt Mitsubishi eine Brennelemente-Fabrik. Urenco Gronau beliefert also am 10. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima Uran in genau dieses Gebiet!

Desweiteren forciert Urenco weltweit Entwicklung und Bau von Minireaktoren, die dem Thorium-Hochtemperaturreaktor (THTR) ähneln, um den eigenen Absatzmarkt anzukurbeln. Ab nächstem Jahr müssen wir übrigens damit rechnen, dass Vorentscheidungen zum Rückbau des THTR Hamm getroffen werden. Er würde sich jahrzehntelang hinziehen. Auch dort sollten wir uns einmischen!

Zur Teilnahme an der Mahnwache rufen auf:

  • Hamm gegen Atom,
  • Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm,
  • Fridays for Future Hamm,
  • Forum für Umwelt und Gerechtigkeit (FuGE),
  • Klimabündnis Hamm

Verantwortlich für den Inhalt: Horst Blume, Schleusenweg 10, 59071 Hamm


Aktuelle Informationen bei .ausgestrahlt

Bitte weitersagen!

Beitragsbild: (C) Dr. Stephan Barth / pixelio.de

Uli Mandel

Gründer, Administrator und Koordinator des Klimabündnis Hamm. Motto: "Taten, statt warten!“ oder "Auch ein Schritt zurück kann Fortschritt sein." Wer in meinen Beiträgen Fehler findet, sollte sie nicht behalten. Bitte per Mail zuschicken!

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