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25.11.2015: Istanbul 8. Tag

Dirk per Whatsapp: Karte |Übersicht |Blog-Abonnement

Heute morgen hatten wir uns ab 11 Uhr einen inoffiziellen Stadtführer für ein paar Stunden gebucht. Wie kam es dazu?

In den Vierteln, in denen viele Touristen wie wir unterwegs sind, wird man dauernd von Menschen angesprochen,  die einem etwas verkaufen wollen: Essen, Teppiche, Stadttouren, …. . Mit der Zeit kann das ganz schön lästig werden. ? Deswegen habe ich mir angewöhnt auf türkisch zu antworten: „Entschuldigung,  wir sind Deutsche!“ Ein Teppichverkäufer hatte mich nämlich am Vortag gefragt, warum die Deutschen so wenig kaufen würden. ?

An der berühmten Sultanahmetmoschee, einer touristischen Hauptattraktion Istanbuls kamen wir gestern ins Gespräch mit einem deutschsprachigen Istanbuler als ich ihm  antwortete „Üzgünüm bis almanis! „.
Plötzlich nach 5 Minuten lockerem Gespräch kamen 4 Herren in Zivil vorbei und führten ihn ab. Er solle 100 TL (30 €) Strafe zahlen.

Warum, das erfuhren wir später.
Inoffizielle Stadtführer sind in Istanbul nicht erwünscht.  Häufiger arbeiteten sie mit Teppichhändlern oder Restaurants zusammen und würden ihre Kunden später unter Druck setzen, irgendetwas zu kaufen. Dies wolle die Stadt unterbinden und nur offizielle Stadtführer zulassen. Die inoffiziellen,  werden sie vom Ordnungsamt erwünscht,  müssen Strafe zahlen.

So hatten wir gestern Augustyan kennengelernt: Inoffizieller Stadtführer,  Mitte 50, 33 Jahre Berliner, seit 12 Jahren wieder in der Türkei …
Heute waren wir 11 Uhr verabredet. 20 € sollte die Stadtführung uns in der Nebensaison kosten. Ein sehr kleiner Preis. Eigentlich nehme er 70 € für einen 11 Stundentag.

Uli, mit „Entschuldigung,  wir sind Deutsche! “ auf türkisch hatten wir viel zu lachen.

So zeigte uns Augustyan, der die Strafe übrigens nicht zahlen musste … wir hatten ihn später getroffen und uns die Ordnungsamtspraxis erklären lasssen …, den Gülhanepark (= Rosengarten) unterhalb des Sultanspalastes …

… an einer Stelle hatten wir eine wunderbare Sicht auf den Bosporus …20151126111025

… später führte uns Augustyan durch die Winkel der Basarsgassen und später zum Essen …

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… im Viertel Kücüc Mustafa Pasa: Wenig touristisch, dafür auch kleine Preise und seltenst „Hello my friend! „

Unsere Stadtführung war wenig touristisch in dem Sinne, dass wir über diesen oder jenen Bau etwas erfahren hätten.  Sie war eher sehr persönlich. Beim Essen erfuhren wir sehr viel von Augustyans gesellschaftspolitischer Sicht der Dinge. Präsident Erdogan sei einer der wenigen Politiker seit der Staatsgründung 1923, die für das einfache Volk etwas getan hätte. Der Lebensstandard sei seit seiner Regierungszeit deutlich gestiegen. Die Demokratie würde er auch nicht unterdrücken wie in unseren Medien dargestellt, so Augustyan. … und wir hatten nicht den Eindruck,  dass Augustyan ein „Jünger“ Erdogans sei.

Am frühen Abend fanden wir im Viertel noch einen Kartonmacher …

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… der mir für 4,50 € …

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… einen Karton zauberte, …

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… in dem ich ohne Schwierigkeiten das Hasemobil am Sonntag für den Flug nach Tel Aviv verstauen kann. Maßanfertigung.

... und ..., der Karton ließe sich auch wunderbar als Sichtschutz gebrauchen ? ...
… und …, der Karton ließe sich auch wunderbar als Sichtschutz gebrauchen ? …

Weiter …

Uli Mandel

Gründer, Administrator und Koordinator des Klimabündnis Hamm. Motto: "Taten, statt warten!“ oder "Auch ein Schritt zurück kann Fortschritt sein." Wer in meinen Beiträgen Fehler findet, sollte sie nicht behalten. Bitte per Mail zuschicken!

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