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26.04.2016: Athen (Griechenland)

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Kalimera  (Guten Morgen),
Kalispera (Guten Abend),

Dirk Otte weilt immer noch in Athen, dem Mutterschoss der europäischen Demokratie, der Stadt, wo auf jedem Millimeter Geschichtliches aus der Antike zu entdecken gibt. Vor allem aus der Antike.

Das Wahrzeichen der Stadt zum Beispiel: Die Akropolis!

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Ein Hügel, der sich mitten in der Stadt erhebt neben einigen anderen darin und rundherum. Sitz der antiken Herrschenden sowie der Götter, vor allem der Göttin Athene, Namensgeberin & Patronin der Metropole an der Ägaeis.

Heutzutage geschichtliche Ruinenstätte, vor allem mit Resten des Parthenons, eines Tempels, mit zigtausenden Besuchern Jahr für Jahr. Letztere müssen stolze 20 € Eintrittsgeld berappen, um diesen Hügel betreten zu dürfen.

20 € Eintrittsgeld, ein stolzer Preis. Aber Dimitrios versicherte mir, das mindestens die Hälfte des Preises wieder den Weg nach Deutschland finden wird. Griechenland muss ja seinen internationalen Gläubigern seinen Schuldverpflichtungen nachkommen. … und neben dem totalen Ausverkauf öffentlichen Eigentums wie Häfen, Flughäfen, dem Erheben von Mautgebühren, 30%igen Rentenkürzungen bei einer Durchschnittsrente von 800 € und Preisen wie in Deutschland, … müssen sich nun auch mal die Touristen an der großen Umverteilung von unten nach oben ein wenig beteiligen. Das scheint einfacher als dem Kapital ans Leder zu gehen. ????

Ich alter Sozialfrosch!
Vor kurzem wurde ich gefragt, ob Verzweiflung und Armut in Griechenland herrschen? Also, die Zahlen scheinen eindeutig: 25 % der Griechen sollen unterhalb des Existenzminimums leben & es gebe eine Jugendarbeitslosigkeit von 60 %. Das meiste davon sei auf die Sparmaßnahmen,  welche die Troika (bei der Deutschland federführend sei) Griechenland auferlegt hat, zurückzuführen sein.
Im Stadtbild Athens ist die Armut nur beim genauen Hinsehen beobachtbar. Vor allem bei Rentnern, die … an touristischen Attraktionen positioniert … versuchen,  Touristen etwas zu verkaufen oder sie in eine Bar „entführen“ wollen. So wie’s mir geschehen ist. Aber, nachdem der Herr sich auf den Barhocker niederließ & die schöne Bardame mich darauf hinwies, ich müsse bei diesem heißen Wetter doch unbedingt etwas trinken, konnte ich mich sicher aus der Affäre ziehen, indem ich entgegnete: „Ich war letzte Woche in Palästina. Da war’s noch viel heißer. Und ich habe arabische Freunde, die alle Terroristen sind!“ So konnte ich unbeschadet „fliehen“.

⁠⁠⁠Die griechische Gesellschaft ist zur Zeit sehr politisiert. Gespräche über das „im Stich“ lassen der Griechen bzgl. der Schuldenkrise und der Flüchtlingsfrage ergeben sich bei vielen Gelegenheiten. So z. B. letztens beim Einkaufen im Minimarkt, bei der eine Dauercamperin meines Campingplatzes glücklicherweise übersetzen konnte. Nachdem ich meine politischen Ansichten über die obigen Themen äußerte, drückte mich die betagte Besitzerin des Ladens mit Tränen in den Augen.

⁠⁠⁠Ich bin gespannt,  was mir bzgl. der Verzweiflung & Armut im Land bis Igoumenitsa/Korfu auf meinem Weg noch begegnen wird. … aber, gewiß wird die BILD-Zeitung weiterschreiben, dass die Griechen ihre Hausaufgaben machen müssen,  mal ordentlich arbeiten und nicht faul in der Hängematte liegen sollen, … dann geht’s denen auch so gut wie den Deutschen … blablabla …

Soweit zur Politik … nun ein paar Bilder:

Die Akropolis im Akropolis-Museum …ganz aus Lego …so wie sie ungefähr vor 3000 Jahren ausgesehen haben soll.

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… und hier noch einmal durch den Hadrianbogen fotografiert …

2016-04-26_03Soweit erstmal für heute!

Zur weiteren Planung:
In Athen werde ich noch ein paar Tagen bleiben und weiter schauen, was es zu entdecken gibt … bevor ich mich endlich auf den Rückweg machen werde … ? …

Ihr werdet von mit lesen …

Weiter…

Uli Mandel

Gründer, Administrator und Koordinator des Klimabündnis Hamm. Motto: "Taten, statt warten!“ oder "Auch ein Schritt zurück kann Fortschritt sein." Wer in meinen Beiträgen Fehler findet, sollte sie nicht behalten. Bitte per Mail zuschicken!

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