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Bericht: Alternativer Nobelpreisträger Wladimir Sliwjak in Hamm

UPDATE 28.04.2022:

Bericht zum Besuch Wladimir Sliwjak, Alternativer Nobelpreisträger, in Hamm

Mit der Resonanz des Forums zur Lage in Russland und Ukraine mit Wladimir Sliwjak, Alternativer Nobelpreis 2021 und bekannt als russischer Umweltaktivist, waren die Organisatoren, FUgE, BI Umweltschutz, Amnesty International und VHS Hamm sehr zufrieden.

Vor der Veranstaltung gestern, 27. April, im Technischen Rathaus Hamm trug Sliwjak sich in das Goldene Buch im Büro des Oberbürgermeistes der Stadt Hamm ein. In seinem Vortrag ging er vor allem auf die deutsche Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie sowie auf die fehlende Verantwortung Europas beim Transport und Export von Atommüll nach Russland ein. Er sprach über den europäischen Import von Energie aus Russland etwa Kohle, Gas und Öl, womit Putin seinen Krieg in der Ukraine finanziert. Er plädiert eindringlich für ein sofortiges Embargo gegen Import russischer Energie nach Europa.

Überwältigt waren die 47 Gäste von den Fotos zum großflächigen Kohleabbau, schwarzem Schnee, wie man ihn aus dem Ruhrgebiet der 60er Jahre kennt, und die Recherchearbeit von seiner Umweltorganisation Ecodefence, die als „ausländischer Agent“ verfolgt wird und nur mit großem Aufwand Bewusstseinsarbeit in seiner Heimat betreibt. Er bemerkte: Es ist leichter für Umwelt und den Schutz von Bäumen als gegen Atomenergie in Russland zu kämpfen.

Sliwjak sagte zur aktuellen politischen Lage in Russland, nur ohne Putin sei eine Demokratisierung des Landes in der Zukunft möglich. Putin sehe nicht ein, dass die Ukraine ein eigenständiges Land sei und ihre eigene Geschichte selbst schreibe. Die Demokratiebewegung in der Ukraine sei von Westen gesteuert, so Putins Weltbild.

Claudia Hartig (Amnesty International) übernahm die Moderation und Matthias Eickhoff (SOFA Münster) die Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mit der freundlichen Unterstützung des Promotor*innen-Programms für interkulturelle Öffnung im Regierungsbezirk Arnsberg im Auftrag der Landesregierung NRW.

Quelle: PM FUgE, 28.04.2022


Der Krieg in der Ukraine, die deutsch-russische nukleare Zusammenarbeit, Widerstand und Repression in Russland

Wladimir Sliwjak von Ecodefense

Auf Einladung des Forums für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE), der BI Umweltschutz und in Kooperation mit Amnesty International sowie der VHS Hamm findet am Mittwoch, 27. April, um 19.30 Uhr im (KORREKTUR:) Gerd-Bucerius-Saal, Platz der Deutschen Einheit 1, Technischen Rathaus (am Hbf Hamm) im Sitzungssaal A3.005, Gustav-Heinemann-Straße 10, 59065 Hamm ein Vortrag über die aktuelle Lage in der Ukraine und in Russland mit Wladimir Sliwjak statt.

Der russische Umweltaktivist und Alternative Nobelpreisträger 2021 spricht über die Umweltverschmutzung, Atommülltransport und die Arbeit seiner Umweltorganisation Ecodefense (übersetzt „Ökoverteidigung“) sowie über den Widerstand und die Repression in seiner Heimat. Abschließend geht er auf die russische Invasion in die Ukraine und Menschenrechtsverletzungen in Russland ein.

Wladimir Sliwjak, der von 2011 bis 2015 Umweltpolitik an der Hochschule für Wirtschaft in Moskau lehrte, ist wegen seiner Vernetzungsarbeit mit Umweltinitiativen aus aller Welt und seines Engagements für Umweltschutz, gegen Atomenergie und Kohleabbau in Russland sowie den Transport radioaktiver Abfälle in Europa bekannt.

Wladimir Sliwjak von Ecodefense, 28.02.2022

Sliwjak hält den Vortrag auf Englisch. Für das Verständnis ist ein Übersetzer dabei. Wladimir gehört zu den Mitbegründern der russischen Umweltorganisation Ecodefense, die 1989 in Kaliningrad entstand und wegen ihres Engagements gegen den Bau von Atomkraftwerken und den Kohleabbau in Russland als „ausländischer Agent“ 2014 verklagt wurde. Als Folge davon sah sich im Jahr 2019 die Co-Chefin von Ecodefense, Alexandra Korolewa, nach der Eröffnung von fünf Strafverfahren gegen sie auf der Grundlage des sog. Agenten-Gesetzes gezwungen, nach Deutschland zu emigrieren.

Claudia Hartig (Amnesty International/Flüchtlingshilfe Hamm) übernimmt die Moderation und Matthias Eickhoff von der Initiative „Sofortiger Atomausstieg Münster (SOFA) Münster“ die Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Mit freundlicher Unterstützung des Promotor*innen-Programms für interkulturelle Öffnung im Regierungsbezirk Arnsberg im Auftrag der Landesregierung NRW.

Homepage von Ecodefense: ecodefense.ru

Quelle: https://fuge-hamm.org/…
Beitragsbild: Rudolpho Duba / pixelio.de

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