Nein, Hamm ist keine Fahrradstadt.

Vieles für Radfahrer ist unverändert schlecht

Die Verwaltung versucht zwar, etwas für den Fahrradtourismus zu tun, wichtig ist jedoch, auch an die Alltagsradler zu denken. Denen sind die touristischen Hinweisschilder nicht wichtig. Wer tagtäglich und bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist, weil er z.B. vom Außenbezirk zur Arbeit in die Innenstadt fährt, braucht komfortable, saubere und sichere Strecken. Umdenken ist nötig. Zum Beispiel auch dann, wenn es darum geht, Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer zu sehen und sie auf die STRASSE zu bringen, statt sie an den Rand auf sog. Radwege zu drängen. Auf Radwegen sind parkende Autos, kreuzende Fußgänger und abbiegende Fahrzeuge eine Gefahr.

Wir brauchen Verkehrsplaner und Politiker, die als Alltagsradler unterwegs sind. – Die täglich sehen, was Radfahrern in Hamm zugemutet wird!

Im WA sind einige Leserbriefe zum Thema erschienen, die ich hier gern veröffentliche.

Einige Zitate daraus.

  • Jürgen Aust: „Das ist dann leider nicht das Radler-Paradies, sondern die Radler-Hölle.“
  • Michael Soboletzki: „Ich hatte auch schon mal die Verkehrsexperten vom Tiefbauamt auf diese Missstände hingewiesen, aber dort sah man sich über jede Kritik erhaben.“
  • Michael Dasenbrock: „Unter einem Radparadies stelle ich mir etwas anderes vor: eigene Radwege ohne Autos, ohne hohe Übergänge an den Bordsteinkanten, gepflegter Randbewuchs über das ganze Jahr und auch vernünftige Ampelphasen für Radfahrer.“
  • I. Birkenstock: „Was man hier [in Hamm] als Radfahrer erlebt, könnte ein dickes, fettes Buch füllen.“
  • Michael Schmidt: “ Liebe Planer und Auftragsvergeber im Tiefbauamt, schreibt bitte Radwegeneu- und -umbauten so aus, dass der Weg auf gleicher Höhe verlegt und nur der Bordstein abgeschrägt eingebaut wird.“

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