Petition: Eurobahn – und was wir für mehr Qualität im Schienenverkehr tun können.

Liebe Freundinnen und Freunde,

seit Wochen steht die Eurobahn als Transportunternehmen zwischen Teuto und Ruhrgebiet im Fokus der Berichterstattung. Es vergeht aktuell kein Tag, ohne dass über die Missstände berichtet wird:

  • abgesperrte Toilette
  • mangelhafte Fahrgastinformationen
  • ausgefallene Züge
  • überfüllte Züge

Artikel in den Westfälischen Nachrichten

Zahlreiche Menschen sind bereits von der Bahn wieder auf das Auto umgestiegen, weil sie nicht mehr bereit sind, für unzuverlässigen Service auch noch zu bezahlen.

Diese Missstände erleben Pendler und Schulkinder seit Jahren. Doch nun scheint die Eurobahn den Bogen überspannt zu haben. Es sieht tatsächlich so aus, als wäre den Verantwortlichen in den Kommunen und im Zweckverband der Geduldsfaden gerissen. Eine Kündigung des Eurobahn-Betreibers Keolis steht tatsächlich im Raum.

Daher ist es nun um so wichtiger, dass diese Petition zur Verbesserung der Qualität im Schienenpersonenverkehr noch mehr Unterstützung erfährt.

Denn es reicht nicht aus, das Transportunternehmen auszutauschen. Der zuständige Kommunalverband NWL und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister müssen endlich ihrer Verantwortung nachkommen und für mehr Zuverlässigkeit und Qualität im Personentransport sorgen. Und genau das will die Petition bewirken, dass mit wirksamer Kontrolle und empfindlichen Strafen die Rechte der Bahnkunden endlich durchgesetzt werden.

Ich bitte Euch also, diese Petition zu unterstützen und in Eurem Umfeld weiter zu verbreiten.

Vielen Dank für die Unterstützung im Voraus

Jürgen Blümer

Ein Gedanke zu „Petition: Eurobahn – und was wir für mehr Qualität im Schienenverkehr tun können.“

  1. (Nachricht zur Petition | Abschrift:)
    Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute morgen stand ich um 6:45 Uhr am Bahnhof von Drensteinfurt. Der Grund: Der Bürgermeister von Drensteinfurt hat gemeinsam mit der Eurobahn einen Schienenersatzverkehr organisiert. Nun werden also die Schülerinnen und Schüler per Bus zu den zwei Gymnasien in Münster-Hiltrup transportiert. Statt also den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, werden wieder Busse zum Transport genutzt:

    https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Drensteinfurt/3559741-Eurobahn-praesentiert-Ersatzloesung-Ab-Montag-geht-s-mit-dem-Bus-zur-Schule

    Diese Panik-Handlung der Verantwortlichen zeigt,wie verfahren die aktuelle Situation um die Eurobahn ist. Und wie wichtig es ist, dass wir uns sowohl als Kundinnen und Kunden als auch als Bürgerinnen und Bürger in diese Diskussion einmischen.

    Nach den letzten Pressemeldungen arbeitet der NWL aktuell wohl an einem Ausstiegsszenario. Warum ein Plan für die Höchststrafe gegen unzuverlässige Unternehmen nicht längst in der Schublade liegt, zeigt auf, wie hanebüchen unprofessionell die kommunale Selbstverwaltung mit der Herausforderung ‚Mobilität‘ umgeht.

    https://www.wn.de/Muensterland/3556516-Nach-Problemjahr-Auftraggeber-prueft-Vertragskuendigung-Rote-Karte-fuer-die-Eurobahn

    Auch der eingebettete Kommentar in dem obigen Artikel ist äußerst lesenswert, weil er auch die mittel- bis langfristige Perspektive für den NWL auf den Punkt bringt: Die Vergaberegeln müssen sich ändern, sonst ändert sich nichts.

    Womit wir wieder bei der Petition wären – und der Frage, wie es nun weitergeht. Sobald die 1000 Unterschriften eingesammelt sind, werde ich einen Termin mit dem NWL für eine Übergabe vereinbaren.

    In der Zwischenzeit hoffe ich natürlich weiter auf Unterstützung. Nur wenn wir gemeinsam viele Menschen persönlich oder über das Internet ansprechen, können wir unser Anliegen mit ausreichendem Druck vorbringen.

    Und nicht vergessen: Die Eurobahn ist eine Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung. Stadträte sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dürfen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Es wird endlich Zeit, dass man in den Städten und Gemeinden zwischen Teuto und Ruhrgebiet aufwacht und die Qualität des Schienenverkehrs ganz oben auf die Tagesordnung setzt.

    Mit freundlichen Grüßen und hoffnungsfrohem Engagement

    Jürgen Blümer

Schreibe einen Kommentar