COP24: Greta und Wladimir für den Klimaschutz

Vom 2. bis 15.12.2018 fand im polnischen Katowice (dt: Katowitz) bereits die 24. Klimaschutzkonferenz (COP24) der UN statt. Hier haben wir einige Stellungnahmen dazu gesammelt.

Jugendliche Klimaaktivistin rechnet mit Politikern ab

„Es ist mir egal, ob ich beliebt bin. Ich will einen Planeten, auf dem wir gerne leben.
[…] Und uns geht die Zeit aus.“

Die 15-jährigen Greta Thunberg aus Schweden hat während der COP24 eine Rede gehalten. Wir haben die deutsche Übersetzung abgeschrieben.

Überall auf der Welt solidarisieren sich Schülerinnen und Schüler mit Greta. Statt zu pauken, protestieren sie für Klimaschutz.

Kaminer erwärmt die Kanzlerin fürs Klima 

Die Deutsche Umwelthilfe hat einen Brief, sowie einen Videobeitrag vom Schriftsteller und Kolumnist Wladimir Kaminer veröffentlicht.

Die Rede vor der UN im Wortlaut

Die Aufzeichnung der Rede in der ZDF Mediathek (Dauer: 3:24)

Ich spreche im Namen der Initiative „Climate Justice Now“. Viele Menschen sagen, dass Schweden nur ein kleines Land ist und dass es egal ist, was wir tun. Aber ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist, um einen Unterschied zu machen. Wenn ein paar Kinder auf der ganzen Welt Schlagzeilen machen können, indem sie einfach nicht zur Schule gehen, dann stellt euch vor, was wir gemeinsam erreichen könnten, wenn wir es wirklich wollen würden. Aber um das zu tun, müssen wir klar sprechen.

Ganz egal, wie unangenehm das sein mag. Ihr sprecht nur von grünem, ewigen Wirtschaftswachstum, weil ihr zu viel Angst habt, euch unbeliebt zu machen. Ihr sprecht nur darüber, mit den immer gleichen schlechten Ideen weiterzumachen, die uns in diese Krise geführt haben. Und das, obwohl die einzige vernünftige Entscheidung wäre, die Notbremse zu ziehen.

Ihr seid nicht einmal erwachsen genug, die Wahrheit zu sagen. Sogar diese Bürde überlasst ihr uns Kindern. Aber mir ist es egal, ob ich beliebt bin. Ich will Gerechtigkeit in der Klimafrage und einen Planeten, auf dem wir leben können.

Unsere Zivilisation wird dafür geopfert, dass ein paar wenige Menschen auch weiterhin enorme Summen an Geld verdienen können. Unsere Umwelt wird geopfert, damit reiche Menschen in Ländern wie meinem in Luxus leben können. Es ist das Leid vieler Menschen, das für den Luxus dieser weniger Menschen bezahlt.

Im Jahr 2078 werde ich meinen 75. Geburtstag feiern. Falls ich Kinder habe, werden sie diesen Tag vielleicht mit mir verbringen. Vielleicht werden sie mich nach euch fragen. Vielleicht werden sie fragen, warum ihr nichts unternommen habt, solange es noch Zeit gab, zu handeln.

Ihr sagt, dass ihr eure Kinder über alles liebt. Und trotzdem stehlt ihr ihnen ihre Zukunft, direkt vor ihren Augen.

Solange ihr euch nicht darauf konzentriert, was getan werden muss, sondern darauf, was politisch möglich ist, gibt es keine Hoffnung. Wir können keinen Ausweg aus dieser Krise finden, wenn wir sie nicht wie eine Krise behandeln. Wir müssen die fossilen Brennstoffe im Boden lassen. Und wir müssen uns auf Gerechtigkeit konzentrieren. Und wenn Lösungen in diesem System so schwer zu finden sind, dann müssen wir vielleicht das System ändern.

Wir sind nicht hierhergekommen, um die Spitzenpolitiker der Welt anzubetteln. Ihr habt uns in der Vergangenheit ignoriert. Und ihr werdet uns wieder ignorieren. Euch gehen die Entschuldigungen aus. Und uns geht die Zeit aus. Wir sind hierhergekommen, um euch wissen zu lassen, dass Veränderung kommen wird, ob es euch gefällt oder nicht. Die echte Macht liegt bei den Menschen. Danke

Quelle:  ZDF | Untertitel abgeschrieben.

Weltweite Solidarität mit Greta

Überall auf der Welt solidarisieren sich Schülerinnen und Schüler mit. Statt zu pauken, protestieren sie für Klimaschutz.

Sonderbotschaft der Deutschen Umwelthilfe von Wladimir Kaminer

Mehr dazu:

Weitere Vorbilder

Twitter-Tags:

#FridaysForFuture @GretaThunberg

 

Schreibe einen Kommentar