Skip to main content

Appell: Kein Geld für Atom und Gas!

(C) Sabine Begett, 07.02.2021

Ein Bündnis von BUND, Deutsche Umwelthilfe, Bürgerbewegung Finanzwende, Greenpeace, NABU, Uranium-Network, Umweltinstitut München und IPPNW hat eine Kampagne gestartet, um Unterschriften für einen Appell an die Ampel-Regierung zu sammeln.

Dabei geht es um den Antrag der EU-Kommission, mit der die sogenannte Taxonomie Atomkraft und Erdgas als nachhaltig eingestuft werden soll. Damit würden Milliarden in neue, hochriskante und klimaschädliche Atom- und Gaskraftwerke überall in Europa gepumpt. – Und das, obwohl Akteure der Finanzwirtschaft immer mehr begreifen, dass mit klimaschädlicher Energieerzeugung kein Geschäft mehr gemacht werden kann und darf. Viel Beachtung fand deshalb auch die „Die Global Oil and Gas Exit List“ (GOGEL) des Urgewald e.V.. Dieses ist die weltweit erste öffentliche, umfangreiche Datenbank zu Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie.

Die Bundesregierung muss sich mit allen Mitteln gegen den Antrag der EU-Kommission stemmen und das Atom-Comeback verhindern!

Der Apell an BK Olaf Scholz (SPD),  BM Robert Habeck (Grüne), BM Christian Lindner (FDP), BM Steffi Lemke (Grüne) und BM Marco Buschmann (FDP):

Die EU-Kommission plant, Investitionen in Atomkraft und Erdgas im Rahmen der EU-Taxonomie als nachhaltig einzustufen – das unterläuft den European Green Deal und gefährdet den Klimaschutz in Europa. Denn so könnten Milliarden an Investitionen in veraltete, hochriskante und klimaschädliche Technologien fließen. Die Nutzung der Atomkraft ist hochgefährlich, sehr teuer, nicht versicherbar und allein schon aufgrund der ungelösten Endlagerfrage nicht nachhaltig. Erdgas ist durch die CO2- und Methanemissionen extrem klimaschädlich und damit eine klimapolitische Sackgasse.

Die Pläne der Kommission bedrohen die Energiewende, weil Investitionen statt in erneuerbare Energien und CO2-freie Flexibilitätsoptionen in fossile und atomare Technologien umgelenkt werden. Sie gefährden auch den Grundgedanken der Taxonomie als eine Art Nachhaltigkeitslabel: Wenn auch klimaschädliche und hochriskante Energieträger als nachhaltig gelten, wird das ganze Label entwertet – das hätte eine fatale internationale Signalwirkung. Nachhaltige Geldanlagen brauchen strenge, einheitliche Regeln. Diese sollte die Taxonomie liefern, statt Greenwashing zu ermöglichen.

Wir fordern Sie auf: Verhindern Sie, dass dieser Plan umgesetzt wird! Stimmen Sie im EU-Ministerrat gegen den Vorschlag der EU-Kommission und klagen Sie, wenn nötig, vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Aufnahme von Atomkraft und Erdgas in die EU-Taxonomie.

Beitragsbild: (C) Rainer Sturm / pixelio.de

Uli Mandel

Gründer, Administrator und Koordinator des Klimabündnis Hamm. Motto: "Taten, statt warten!“ oder "Auch ein Schritt zurück kann Fortschritt sein." Wer in meinen Beiträgen Fehler findet, sollte sie nicht behalten. Bitte per Mail zuschicken!

Schreibe einen Kommentar