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Aufruf zum Handeln

Wenn die offizielle Politik auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene nicht auf die Probleme eingeht, die dringend gelöst werden sollen, schlägt in einer Demokratie – normalerweise – die Stunde der Opposition. Doch wenn auch sie verblasst und gleichgültig reagiert, ist ein Aufschrei aus der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft von Nöten, um die Prioritäten zu ändern. Eine solche Situation ist schon seit einiger Zeit beim Klimawandel, sprich Erderhitzung, und beim Umweltschutz auf vielen Politikebenen eingetreten. Der (notwendige) Aufschrei führte jetzt zu einem von Prof. Dr. Stefan Heiland vom Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der TU Berlin initiierten „Aufruf“, der von 191 Experten als  Erstunterzeichner unterstützt wurde: Die Experten setzen sich für eine klima- und naturverträgliche, sozial gerechte Lebens- und Wirtschaftsweise ein (www.bereit-zum-wandel.de).

Inhalt

Gefordert wird vor allem ein veränderter Umgang mit Energie und Ressourcen.

„Ohne Reduktion unseres Energie- und Ressourcenverbrauchs und ohne eine Änderung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise, werden Klimaschutz sowie eine sozial- und naturverträgliche Energiewende nicht möglich sein.“

Zum Selbstverständnis der Initiatoren gehört die Kritik am „stetigen Wachstum“ und die drastische Umkehr beim Material- und Energiekonsum bzw. die Frage darüber, „was genug ist“.

Die Experten sprechen bei der Einschätzung unserer Wirtschafts- und Lebensweise von einer „bedrohlichen Situation“.

„Umweltzerstörung, Artensterben und Klimawandel gefährden unsere Lebensgrundlagen“ – „Wir stehen in erster Linie vor einer sozialen und kulturellen Herausforderung.“

In dem Aufruf sehen sie den Einstieg in die notwendige gesellschaftliche Transformation, die von allen Entscheidungsträgern betrieben werden soll. Konkrete Forderungen zur klima- und naturverträglichen Lebensweise (z.B. Verzicht auf Kurzstreckenflüge, Reduzierung des Fleischkonsums, Kreislaufwirtschaft, u.a.) sind Gegenstand des Aufrufs.

Zu all den angesprochenen Veränderungen soll es in Zukunft zu einer Verstetigung der Initiative kommen und die Unterzeichner erhalten einen regelmäßig erscheinenden Newsletter per E-Mail. Wer sich dem Aufruf anschließen will, kann sich auf der o.g. Homepage registrieren und in Kontakt zu den Initiatoren treten.

Fazit

Der Aufruf macht deutlich:

  1. Das Mensch-Natur-Verhältnis muss sich verändern, damit aus der Umwelt eine Mitwelt wird, die als Ganzes stabilisiert und erhalten werden muss.
  2. Die Rahmenbedingungen unserer Wirtschafts- und Lebensweise müssen sich grundlegend ändern; ein einfaches „Weiter so“ darf es nicht geben.
  3. Das Überleben der Menschheit auf der Erde hängt von der Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs ab.
  4. Hört auf die Wissenschaft und auf die besorgten Bürger, damit die Menschen in den planetaren Grenzen eine Zukunft haben – auch und gerade in Zeiten des nachhaltigen Anthropozän!

Und: Den Aufruf kann man unterstützen, wie mittlerweile über 2500 Registrierungen zeigen.

Für die Kommunalpolitik in Hamm sind die im Aufruf angesprochenen Themen von großer Relevanz und aktueller Bedeutung. Im Koalitionsvertrag 2020-2025 vom 26.10.2020 geht es SPD, Grüne und FDP darum, „das Morgen zu gestalten“ und einen „Aufbruch“ in die Zukunft einzuleiten. Dabei kann der Aufruf helfen, mutig und konsequent voran zu gehen, um die Dekade des Handelns, in der wir leben, für eine bessere Lebensqualität wirkungsvoll zu nutzen.

Veranstaltung in Hamm dazu:

Mehr dazu:

Kontakt

Edmund A. Spindler
Nansenweg 3, 59077 Hamm
Telefon: 02381/405550

edmund-a.spindler@gmx.de

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