Skip to main content
Stapel Zeitungen

Autofasten: ‚Es geht um mehr als nur Symbolpolitik‘

WA vom 17.02.2021

Wer sich umweltgerecht verhält, kennt es: Das Engagement für den Klimaschutz wird nicht selten gering geschätzt oder gar verspottet. Dieses wird auch dann wahrgenommen, wenn Radfahrer öffentlichkeitswirksam beweisen, dass Mobilität auch anders geht. „Das bringt doch nichts“ gehört dann zu den harmlosen Aussagen; Vermutlich, um das eigene klimaschädliche Handeln zu rechtfertigen. So nehmen es auch die mehr als 145 Radfahrerinnen und Radfahrer wahr, die in diesem Jahr beim sog. „Autofasten“ teilnehmen. – Ein Beispiel:

Kommentar von Matthias Eichel, 19.12.2021

Der Westfälische Anzeiger (WA) hat am 17.02.2021 über den Start der Aktion berichtet. Titel: „Gut für Klima und Gesundheit: Autofasten beginnt“ [PDFarchiv2]. Basis dieses Artikels in der Lokalpresse war die Pressemitteilung vom Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE). Zwei Tage später erschien im WA ein Kommentar dazu, den Pfarrer Matthias Eichel geschrieben hat.


Leserbrief von Wolfgang Kraus, 22.02.2021

Diese Berichterstattung hat Wolfgang Kraus veranlasst, am 22.02.2021 für den WA einen Leserbrief zu schreiben. Seine Kernaussage wurde zur Überschrift:

„Solche Mini-Aktionen haben null Einfluss auf das Klima“.


Pfarrer Matthias Eichel hat mit diesem Leserbrief geantwortet:

Leserbrief von Pfarrer Matthias Eichel, 24.02.2021

Lieber Herr Kraus,

Sie haben völlig Recht: Aktionen wie das „Autofasten“ retten nicht das Klima. Aber Sie verkennen, dass es in dieser Aktion um Bewusstseinswandel und Verhaltensänderung geht. Die sieben Wochen, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine bewusste Mobilitätsentscheidung treffen, machen erfahrbar, dass eine andere Mobilität möglich ist. Und in der Tat ändern viele der Teilnehmer dauerhaft ihr Verhalten. Da Sie mich persönlich ansprechen, darf ich Ihnen versichern, dass ich durchaus 52 Wochen im Jahr klimabewusst lebe. Zudem bin ich davon überzeugt, dass ein verändertes Bewusstsein allein nicht ausreicht: Es braucht politische und wirtschaftliche Weichenstellungen in großem Maßstab, um den Klimawandel zu stoppen. Ein Baustein darin ist die Verkehrswende. Im Rahmen der Aktion „Autofasten-Hamm“ führen Kirchenkreis, FUgE und VHS dazu eine Veranstaltung zur „Verkehrswende Hamm“ durch. Auch wenn sie dieses Jahr wohl nur digital stattfinden wird, lade ich herzlich zur Teilnahme ein. Es geht um mehr, als sieben Wochen Verzicht und um mehr als um Symbolpolitik. Darin sind wir uns vollkommen einig. Aber lieber anfangen, als immer alles so zu lassen, wie es ist, oder?

Pfarrer Matthias Eichel
Hamm

Am 25.02.2021 schließlich hat sich auch noch Barbara Brune mit diesem Leserbrief positiv dazu geäußert:

Leserbrief von Barbara Brune, 25.02.2021

Beitragsbild: (C) Timo Klostermeier, pixelio.de

Mehr dazu

Uli Mandel

Gründer, Administrator und Koordinator des Klimabündnis Hamm. Motto: "Taten, statt warten!“ oder "Auch ein Schritt zurück kann Fortschritt sein." Wer in meinen Beiträgen Fehler findet, sollte sie nicht behalten. Bitte per Mail zuschicken!

Schreibe einen Kommentar