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Das Sterben geht weiter

Das Thünen-Institut für Waldökosysteme hat in dem aktuellen Waldzustandsbericht 2019 der Bundesregierung das Sterben der Wälder in Zahlen gefasst. Nicht nur die 180.000 Hektar Wald, die bereits abgestorben sind, stehen für eine verheerende Auswirkung des Klimakrise.

Im Zuge der Auswirkungen des Klimawandels, der 2018 und 2019 zu einer anhaltenden Dürre in den Vegetationszeiten geführt hat, sehen die WissenschaftlerInnen eine Massenausbreitung des Borkenkäfers:

„Die letzten beiden Jahre 2018 und 2019 haben gezeigt, dass der Klimawandel endgültig und für alle sichtbar im deutschen Wald angekommen ist.“
Pressemitteilung Thünen-Institut, 07.04.2020

Bei den Untersuchungen wird der Zustand der Baumkronen, die sogenannte „Kronenverlichtung„, bestimmt und statistisch ausgewertet. Der Befund ist alarmierend:

  • Die Zunahme der Kronverlichtung von 2018 auf 2019 ist erheblich.
  • Noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984 war der Anteil der Bäume ohne Kronenverlichtung so gering wie 2019.
  • Der Anteil mit deutlichen Kronenverlichtungen war mit 36 % besonders hoch.
  • Die Mortalitätsrate bei Laub- und bei Nadelbäumen drastisch war mehr als doppelt so hoch wie in den Vorjahren.

Für das Jahr 2020 ist nicht mit Besserung zu rechnen, und Ursache und Gegenmaßnahmen liegen auf der Hand:

„Konsequenter Klimaschutz, die Minderung von Stickstoffeinträgen aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft und begleitend ein nachhaltiger Waldumbau“
Waldwissenschaftlerin Nicole Wellbrock

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