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05.09.2020 Datteln: Fahrraddemo mit der Aktion ‚Ohne Kerosin nach Berlin‘

Das Netzwerk „Datteln 4 stoppen wir“ ruft zur gemeinsamen Fahrraddemo am 05.09.2020 auf. Anlass ist die Etappenhalt der Fahrradaktion „Ohne Kerosin nach Berlin“ am Kohlekraftwerk.

Fahrrad-Sternfahrt Ruhr in Hagen 22.09.2019

Die Fahrradtour-Aktion der Students for Future Köln unter dem Motto „Ohne Kerosin nach Berlin“ führt die Klima-Aktivisti auch nach Datteln.

Das Netzwerk „Datteln 4 stoppen wir“ mobilisiert für den Zweiradprotest gegen das Kohlekraftwerk, das „nie hätte angeschaltet werden dürfen und schnellstens wieder vom Netz genommen werden muss.“

Die Demo-Route

Die Auftaktkundgebung beginnt um 15.30 Uhr an der Straße „Zum neuen Hebewerk“, 45731 Waltrop, ([Position bei goggle-maps] – Die Straße bis zur Wiese auf der Halbinsel durchfahren) in der Nähe des Schiffhebewerks Henrichenburg. Die Routeführt über Provinzialstraße und B235 bis „Zur Seilscheibe“ (Zwischenkundgebung) und dann weiter über die Emscher-Lippe-Straße und „Im Löringhof“ bis zum Tor 2 des Schwarzbaus, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.

Route bei google-maps


Aktionsaufruf Netzwerk „Datteln 4 stoppen wir“

SCHLIEßT EUCH AN – RADELT MIT!

Kurz vor der Kommunalwahl am 13. September ist die Fahrraddemo für uns auch ein Anlass, um auf die politische Verantwortung von Bundesregierung, Landesregierung NRW und des Rates der Stadt Datteln für die gegenwärtig katastrophale Kohle-und Klimapolitik aufmerksam zu machen.  Verantwortung tragen die lokalen Kohleparteien SPD, CDU und FDP für den wahrscheinlich illegalen Bebauungsplan der Stadt Datteln, der das Kraftwerk _Datteln 4_ an diesem Ort gestattet.  Verantwortung trägt auch die rot-grüne NRW-Landesregierung, die 2013 durch einen verfassungsrechtlich fragwürdigen Zielabweichungsbeschluss diesen Bebauungsplan überhaupt ermöglicht hat.

Beides führt dazu, dass gesetzliche Abstandsregeln unterlaufen werden. Das Kraftwerk Datteln IV ist nur 480 statt mindestens 1000 Meter von der nächsten geschlossenen Wohnbebauung entfernt.

Verantwortung trägt weiterhin die Große Koalition aus CDU und SPD, die uns mit dem „Kohleverlängerungsgesetz“ Kohleverstromung bis ins Jahr 2038 beschert und Milliardenentschädigungen für  längst abgeschriebene Kohlekraftwerke vorsieht.  Verantwortung trägt schließlich der Kohle-Cheflobbyist NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU), mit dessen tatkräftiger Unterstützung das fossile Zeitalter trotz gegenteiliger Empfehlungen aus der Wissenschaft verlängert wurde.

Sie alle tragen Verantwortung für die Zerstörung unseres Klimas und unserer Umwelt.

Allein durch die Inbetriebnahme von Datteln IV kommt es zu zusätzlichen Emissionen in Höhe von ca. 40 Millionen Tonnen CO2. Zwar werden alte Blöcke abgeschaltet werden. Diese werden aber kaum noch genutzt. Während Datteln IV durch Lieferverträge und eine etwas höhere Effizienz deutlich höhere Volllaststunden aufweist. Zudem werden Gaskraftwerke aus dem Markt gedrängt, die geringere Emission haben. Weiterhin zerstört die Blutkohle, die in Datteln 4 verbrannt wird, die Umwelt und Lebenswelt der Menschen in den Abbaugebieten (Garzweiler, Kuzbass in Russland, Cesar in Kolumbien).

Das alles wird verursacht durch untätige Regierungen auf Bundes-, Landes und kommunaler Ebene, denen die Sicherung kurzfristiger Profite der fossilen Konzerne offensichtlich wichtiger sind, als die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu erhalten und dafür zu sorgen, dass Deutschland seinen notwendigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Abwendung der Klimakrise leistet.

FOSSILE PARTEIEN ABWÄHLEN – ERNEUERBARE ENERGIEN MASSIV FÖRDERN – VERKEHRSWENDE ENDLICH EINLEITEN

Die Kommunalwahl ist nun eine Möglichkeit, jene Unterstützer fossiler Energie zu stoppen, die jahrzehntelang für wenige Arbeitsplätze und lächerliche Steuereinnahmen Gesetze gebeugt haben, damit die größte CO2-Schleuder Deutschlands gebaut werden konnte. Die Bremser bei der Energie- und Verkehrswende gehören endlich abgewählt!

Stattdessen brauchen wir

  • selbstgenutzte Photovoltaik auf Millionen Dächern und keine Ausbaubeschränkungen.
  • mehr Windräder statt Klimakiller wie Datten IV statt die von manchen angedachte Renaissance der Kernenergie, statt das Vertrauen in Technologien, die noch gar nicht entwickelt sind.
  • die Bevorzugung und den Ausbau des klimafreundlichen Verbundes von Bahn, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr.
  • gesunde Wälder als CO2-Speicher statt noch mehr Tagebaue, Autobahnen, Versiegelungen.
  • eine naturschonende, regenerative und ethisch-verantwortbare Landwirtschaft.
  • Programme für mehr Energieeffizienz bzw. Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs.
  • mehr soziale Gerechtigkeit, denn eine klimaschonende Lebensweise darf keine Frage des Geldbeutels sein.
  • den Vorrang des Gemeinwohls vor den Profitinteressen einzelner.

Das gilt es durchzusetzen, bei der Wahl, bei unserem Engagement gegen Datteln IV und andere fossile Energieprojekte, für unseren Lebensalltag, für eine erträgliche Zukunft der nächsten Generationen.

KOMMT ZUR FAHRRADDEMO AM SAMSTAG, 5. SEPTEMBER 2020 NACH DATTELN!


Das Netzwerk „Datteln 4 stoppen wir“ ist im Januar diesen Jahres entstanden. In diesem Netzwerk verbinden sich Menschen aus Datteln und Umgebung, die schon jahrelang gegen das Steinkohlekraftwerk Datteln IV kämpfen, mit regionalen Gruppen der Klimagerechtigkeitsbewegung. Dabei sind Einzelpersonen aus folgenden Gruppen:

  • BI Meistersiedlung
  • BUND Ostvest
  • Klimabündnis Castrop-Rauxel
  • Baumschutzgruppe Ostvest
  • Ende Gelände Witten
  • Extinction Rebellion aus Recklinghausen, Essen, Borken
  • Fridays for Future aus Datteln, Castrop, Bochum, Dortmund
  • Klimavernetzung Ruhr
  • Parents for Future aus Recklinghausen
  • Scientists for Future Münster
  • Ecodefense Russland
  • SOFA Münster
  • Wählergemeinschaft – Die Grünen Datteln
  • Die Linken – Datteln
  • Die Partei – Datteln
  • und viele nicht organisierte Einzelpersonen

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