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Döschner bestätigt Giftmüll-Probleme auch beim Bohren ohne Fracking

doeschner_bohrschlammWDR-Mitarbeiter Jürgen Döschner bestätigt in einer Twitter-Meldung, dass auch beim Bohrlochbergbau ohne Fracking Giftmüll produziert wird.

„Ja genau, so steht es in diesem und in allen Artikeln, die ich dazu geschrieben habe“, so die Antwort des Journalisten auf die Frage nach giftigen Bohrschlämmen aus Bohrungen ohne Fracking.

Aktuelle Recherchen von NDR und WDR hatten ein riesiges Giftmüll-Problem zu Tage gefördert, verursacht durch Bohrungen nach Gas und Öl. Es handelt sich dabei um den nächsten Entsorgungsnotstand, der durch eine fehlgeleitete Energiepolitik verursacht wurde. Bis heute gibt es für den Atommüll kein Endlager. Und nun wird offensichtlich, dass es einen ’sauberen‘ Bohrlochbergbau nicht geben wird.

Die Stadt Hürth bei Köln ist als Endlager für den Giftmüll ausgesucht worden. Besonders pikant: Trotz eines Fracking-Verbots in NRW beginnen in diesen Tagen die Unternehmen HammGas und PVG damit, die Flözgas-Vorkommen im Norden des Bundeslandes auszubeuten (siehe Karte im Anhang). Aktuell ist die erste Bohrung im südlichen Münsterland bereits genehmigt und wird in wenigen Wochen beginnen. Darüber hinaus hat sich PVG seit Jahresbeginn zwei weitere Erdgas-Claims am Niederrhein und bei Haltern gesichert, um auch dort Gas aus unkonventionellen Lagerstätten zu fördern.

unkonventionelles_erdgas_NRWNach Angaben des Unternehmens HammGas wird es mindestens 10 bis 20 Bohrungen ohne Fracking allein in dem Feld bei Hamm geben. Hochgerechnet auf die Fläche in NRW, unter denen Flözgas liegt, hätte dies landesweit mehrere hundert Bohrstellen zur Folge. An all diesen Stellen ist mit einer Produktion von Giftmüll zu rechnen.

Trotz der bekannten Probleme mit dem Giftmüll aus dem Bohrlochbergbau lässt die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf die Rohstoff-Unternehmen gewähren. Ein Verbot von Gasbohren ohne Fracking über die Raumplanung lehnt die Koalition aus SPD und Grünen ab.

Gleichzeitig blockiert die Große Koalition aus SPD / CDU / CSU die dringend notwendige Modernisierung des Bundesbergrechts. Diese Situation nutzen Unternehmen wie PVG aus, um jetzt Fakten zu schaffen, die das Land NRW über Jahrzehnte schädigen werden.

Ein Gedanke zu „Döschner bestätigt Giftmüll-Probleme auch beim Bohren ohne Fracking“

  1. Hallo zusammen,

    ich bin heute zufällig auf euch aufmerksam geworden.

    Wir verfolgen mit unserem Projekt den Ausbau regenerativer Energie in Hamm und Drensteinfurt.
    Der Rat der Stadt Hamm will den weiteren Ausbau der Windenergie in Hamm einstampfen, aktuell die Projekte Isenburg und Weetfeld. In Weetfeld aufgrund Bürgerprotesten, in Isenburg aufgrund der Bürgerinitiative gegen Windkraft, die aus Kohlelobbyisten besteht und in die gute alte Zeit der Strommonopolisten zurückkehren möchte.

    Wir werden über eine Bürgeraktion versuchen, am Sonntag 13.03.2016 um 15:00 in Hamm, Isenburg ein Zeichen für die nachhaltige Entwicklung regenerativer Energie und regionale Wertschöpfung zu setzen.

    Wir würden möchten euch gerne einladen und würden uns freuen, wenn ihr zur Aktion dazustoßen würdet.

    Viele Grüße
    Ingo Sander
    Windenergie Ameke/Hölter in der Isenburg

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