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Erneut Atommülltransporte aus Gronau über Hamm nach Rußland (Vortrag und Diskussion)

Der Co-Vorsitzende Vladimir Slivyak von Ecodefense in Rußland informiert in Hamm.

Seit Herbst 2019 finden wieder regelmäßig Atommülltransporte von der Urananreicherungs-anlage (UAA) Gronau über Hamm nach Russland statt. Diese Uranzüge transportieren etwa 600 t radioaktives und hochgiftiges Uranhexafluorid (UF6), das in Russland in der Atomanlage Novouralsk bei Jekaterinburg als Atommüll verbleiben soll. Der nukleare Müll wird etliche Stunden auf dem Hammer Verschiebebahnhof abgestellt. Bei einem Unfall oder Undichtigkeit der Behälter wird das flüssige UF6 gasförmig und breitet sich nebelartig in der Umgebung aus!

Wir kritisieren, dass die sogenannte „Wiederanreicherung“ des angeblichen „Wertstoffs“ nur ein Deckmäntelchen ist, damit sich Urenco in Deutschland die sehr teure schadlose Entsorgung des abgereicherten Urans sparen kann.

Vladimir Slivyak ist Ko-Vorsitzender der russischen Umweltorganisation Ecodefense und als solcher schon viele Jahre aktiv gegen die Atom- und Kohlepolitik in Russland. Ecodefense ist eine der anerkanntesten Umweltorganisationen in Russland und wird deshalb von der russischen Regierung auch als „ausländischer Agent“ offiziell gebrandmarkt. Bereits seit 2005 arbeitet Vladimir zusammen mit uns gegen die unverantwortlichen Uranmüllexporte von Gronau nach Russland, die von Urenco und deren deutschen Anteilseignern RWE und EON verantwortet werden – 2009 mit erstem Erfolg, nun gegen die Neuauflage derselben.

Am 23. Januar 2020 war er zusammen mit dem Energieexperten von Greenpeace Russland, Rashid Alimov, im Bundesumweltministerium, um 70.000 Protestunterschriften aus Russland gegen die Uranmüllexporte zu übergeben.

Folgende Termine in Hamm, Unna und Münster

Hamm

Unna

Münster

Mittwoch, 12.02.2020 um 20 Uhr, Forum für Umwelt und Gerechtigkeit (FuGE), Oststraße 13, 1. Etage Mittwoch, 12.02.2020 um ___ Uhr, Wo? _____ Dienstag, 11.02.2020 um 19 Uhr, im Fürstenberghaus, Raum F043, am Domplatz in Münster

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