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Hilbeck: Niemand will Treppen

SPD lässt die Menschen Treppen steigen, damit die Autos ungehindert rollen

Die BI StoppT A445 reagiert hiermit auf den Artikel im Soester Anzeiger vom 23.09.2020 mit dem Titel „Verkehrsprobleme in Hilbeck: Lösungsvorschlag für die B 63“ [PDF-Archiv]

Zunächst ist das ja erstmal gut, wenn sich jemand (in diesem Fall die Werler SPD) Gedanken macht, wie den Hilbecker Bürgern zu helfen ist, auch ohne die (in die Ferne gerückte) A445. Denn klar scheint nun vielen zu sein, dass ein Autobahnneubau nicht mehr in eine Epoche passt, deren wichtigste Aufgabe der Kampf gegen die Klimaerwärmung ist – der Zuspruch zur A445 fängt immer stärker an zu bröckeln.

Die Hilbecker Bürger allerdings über Treppen und (sehr) lange Rampen über die B63 „schweben“ zu lassen (oder in einen Tunnel zu schicken) zeigt, dass bei diesem Vorschlag nicht der Mensch, sondern das Auto weiterhin im Vordergrund steht.

Viel schneller, preiswerter und vor allem menschenfreundlicher realisierbar wäre ein zusätzlicher ampelgesteuerter Fußgängerüberweg (Zebra-Streifen) in Hilbeck. Dieser lässt die Menschen am Boden und insbesondere Ältere, Gebehinderte oder Menschen mit Rad und Kinderwagen kommen viel leichter über die Straße.

Will man Hilbeck wirklich entlasten, so sei auf die von der BI beauftragte Studie „Vergleichende Untersuchung von alternativen Lösungsvarianten zur Entlastung der Ortsdurchfahrt in Werl-Hilbeck“ verwiesen. Ein Lösungsvorschlag ist die Untertunnelung von Hilbeck bzw. Überdeckelung der B63. Damit wäre der Verkehr lokal verbannt und „oben“ könnte tatsächlich Ruhe einkehren, mit Begrünung und Begegnungsflächen für Fußgänger und Radfahrer. Damit würde der Autoverkehr nicht wie im Fall des Baus der A445 auf 40.000 Kfz verdoppelt, die Region bliebe von der Blechlawine verschont.

Zugegeben: die Lösung ist teuer. Aber preiswerter als der Bau der A445! Dass die Untertunnelung keine Träumerei, sondern auch in Deutschland machbar ist, zeigen umgesetzte Beispiele wie die Westtangente in Bautzen.

Quelle: Pressemitteilung vom 24.09.2020

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