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Hilwig (CDU): Uninformiert und unverantwortlich

Deutliche Worte findet der NABU Hamm für die Äußerungen des Kreisvorsitzenden der CDU, Arnd Hilwig. Dieser hatte die Lippe als „Freizeitfluss“ bezeichnet, bei dem Naturschutz nicht weiter zu besorgen sei.

Was raucht er für ein schlimmes Kraut? – Thomas Hunsteger-Petermann (OB-Kandidat der CDU Hamm) und seine Visionen. – Wahlplakat zur Kommunalwahl NRW im Sept. 2020 – (C) Uli Mandel

Dies steht nicht nur im Widerspruch zur Auenland-Rhetorik des CDU-Wahlkampfes sondern auch zur wissenschaftlichen Bestandsaufnahme in den Natur­schutz­ge­bie­ten. „Trotz 21 Jahren Regierungszeit scheint die Parteispitze nicht über die Sachlage informiert zu sein“, zeigt sich Jürgen Hundorf vom NABU irritiert. Dass die Stadt die Nutzung der Gebiete nicht hinreichend reguliert und kontrolliert obwohl diese als Naturschutzgebiete, FFH- und Vogel­schutz­ge­biete die höchsten denkbaren Schutz-Kategorien aufweisen, ist schlimm genug. Dass Hilwig und der Kanu-Unternehmer Hengst diese aber auch noch als Freizeitgebiet bewerben, ist völlig unverantwortlich und widerspricht den Schutzzielen der Landes- und Bundesgesetze sowie des EU-Rechts. Bereits in diesem Sommer konnten unbedarfte Bürger beim Einsetzen von Gummibooten und beim Stand-up-paddling beobachtet werden, die Luftaufnahmen von Hans Blossey im Westfälischen Anzeiger zeigen die Nutzung der Uferzonen als Badestrand, abends wird gegrillt und gechillt. Für die Entwicklung der Naturflächen im Erlebensraum lässt das nichts Gutes erwarten. Anders als die SPD hat die CDU bisher nicht auf eine Anfrage des NABU zum zukünftigen Schutzstatus der mit Millionenaufwand hergerichteten Flächen reagiert. Jürgen Hundorf zeigt sich bestürzt:

„Wir sprechen uns ausdrücklich für kontrollierte Naturbegegnungen aus. Selbst einen Zugang zum Lippestrand in der Nähe der Münsterstraße haben wir in Erwartung einer deutlichen Verbesserung in den übrigen Gebieten akzeptiert. Die Äußerungen der CDU-Parteispitze zeigen leider, dass diese noch dem Geist des Lippesees verhaftet ist“

Mehr dazu:

Quelle: PM des Nabu, 18.09.2020

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