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„Humans have Failed“

Am 14.02.2020 startet der Australian National Climate Emergency Summit in Melbourne. In einem gerade veröffentlichten Grundsatzpapier wird festgehalten: ‚Die Menschheit hat versagt.‘

Nach den verheerenden Waldbränden und zahlreichen weiteren Extremwetterereignissen durfte man auf den Klimanotstands-Gipfel in Australien gespannt sein. Denn die verheerende Situation in dem Land ist nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde von der Wissenschaft seit Jahren genau so vorhergesagt. Mehrere hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten sich Anfang Februar 2020 in einem offenen Brief an die Regierung gewandt und auf die Bedrohung durch den Klimawandel hingewiesen. In dem Schreiben heißt es weiter, 2017 hätte die Forschung vorhergesagt, dass bis 2040 die Temperaturen rund um Sidney und Melbourne im Sommer auf 50 Grad Celsius steigen könnten. In einem Vorort von Sydney wurde Ende vergangenen Jahres eine Temperatur von 48,9 Grad Celsius gemessen.

Das Versagen und die Lügenkampagnen der eigenen Regierung vor Augen, veröffentlicht das National Centre for Climate Restoration (Breakthrough) zum Klimanotstandsgipfel eine Denkschrift, die dazu aufruft, radikale Konsequenzen aus den Ereignissen der letzten Jahre zieht. Die Klimaziele von Paris seien nicht mehr zu halten und damit wäre klar:

Now that we are living in the early stages of catastrophic climate change, we need a new positive goal to underpin future action on climate.

Diese Aussage von Down-Under hat insofern eine besondere Bedeutung, da die Organisation u.a. Hans-Joachim Schellnhuber zählt, den ehemaligen Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung. Die beiden Autoren, Philip Sutton und Adam P.A. Cardilini, setzen sich mit dem Text unter der Überschrift „Delivering Maximum Protection: An effective goal for a climate emergency response“ das Ziel, einen „maximalen Schutz für alle Menschen, Tiere, Pflanzen, Ökosysteme, kritische Elemente des Systems ‚Erde‘ und der Zivilisation, global und zukünftig“ zu erreichen.

Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Fragestellung nach dem Schutz weniger eine wissenschaftlic-technisch darstellt, sondern vielmehr eine Betrachtung von Ethik und Interessen erfordert. Dass die Wucht der Klimakrise bisher immer nocht nicht vollständig verstanden ist, behindere die Suche nach wirksamen Schutzmaßnahmen:

The climate crisis needs to be recognised as a suite of disastrous changes being intensified by global warming. Addressing each disaster in isolation, ignoring the deeper causes, will not lead to an effective climate rescue and safe climate restoration.

Aus diesen Überlegungen leiten Sutton und Cardilini 11 Schlussfolgerungen ab, in denen sie u.a. fordern:

  • Schnelles Handeln in einer enormen Größenordnung ist dringend erforderlich
  • Der Notstands-Modus ist der einzige passende Ansatz
  • Die Wiederherstellung eines sicheren Klimas ist essentiell, da das bereits jetzt schwer geschädigte Klima eine Gefahr darstellt.

 

 

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