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Ist das Stadtwerke-Logik?

Für die Umwelt: Weniger Busse?

Eine ganz eigene Verkehrswende haben sich die Stadtwerke ausgedacht: Sie wollen beim Busangebot sparen. Diesen Eindruck erweckt zumindest ein aktuell an Schülerinnen und Schüler ausgeteiltes Flugblatt. Leider lässt sich der Informationsgehalt nur erahnen, da man auf die Verwendung vollständiger Sätze verzichtet hat. Sollen hier wirklich stark nachgefragte Buslinien ausgedünnt werden? Bleiben die Türen an einigen Haltestellen nun geschlossen? Wie viele Eltern-Taxis benötigt man, um den Transportbedarf zu decken? Raten Sie mit!

Stadtwerke Hamm – Von guten Geistern verlassen!

Dirk Hanke

BIGG Hamm

2 thoughts to “Ist das Stadtwerke-Logik?”

  1. … und hier die Auflösung:
    Angesprochen sind Schülerinnen des Hammonense und der Marienschule. Wenn diese in Pelkum oder Herringen wohnen, können sie mit den Linien 1 und 3 ohne Umsteigen nach Hause fahren. Für Schülerinnen und Schüler mit anderen Fahrzielen sind auch andere (der aufgeführten) Buslinien geeignet, die oft nur wenige Minuten später verkehren. Es wird gebeten, dass die Schülerinnen und Schüler aus Pelkum und Herringen Vortritt bei der Benutzung der Linien 1 und 3 erhalten, damit sich ihr Fahrtweg nicht durch Umsteigen unnötig verlängert. Das Problem tritt (aus mir unbekannter Ursache) besonders dienstags auf. Seitens der Eltern wurde der Einsatz zusätzlicher Busse gewünscht. Die Stadtwerke möchten das aus verschiedenen Gründen vermeiden; der Umweltaspekt wird angeführt.

    Wenn ich alles richtig verstanden habe, dürfte folgender Aufruf passen:
    „Liebe Schülerinnen und Schüler!
    Bitte nehmt Rücksicht und lasst Euren Mitschülerinnen und Mitschülern aus Pelkum oder Herringen an Dienstagen den Vortritt bei der Benutzung der Buslinien 1 und 3. Sie müssen sonst umsteigen und unnötig lange fahren. Es gibt genügend Busse für alle, sie fahren nur wenige Minuten später. Danke, dass Ihr mithelft, denn so können wir Kosten und Abgase zusätzlicher Busse vermeiden.“

    Das Anliegen kann man ja verstehen, wenn man es erklärt bekommt. Hierfür wäre aber vielleicht eine Durchsage vom Busfahrer geeigneter als ein kryptisches Flugblatt. Noch schöner wäre natürlich ein Zustand, in dem man sich über hohes Fahrgastaufkommen freut und diesem ganz im Sinne einer Marktwirtschaft mit einem Angebot entgegenkommt. Das könnten dann die Kunden auch nach dem Schulabschluss noch genießen. Wenn man dann weiß, dass Busfahren funktioniert, braucht man vielleicht weniger Autos. Auch was für die Umwelt, oder?

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