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Klimanotstand im deutschen Wald

Der Wald stirbt. In Deutschland. Jeden Tag geht ein Teil des wertvollen Naturschatzes verloren. Nun hat der Bund Deutscher Forstleute (BDF) NRW den Klimanotstand für den Wald in Nordrhein-Westfalen erklärt.

Der Bundesverband des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) hatte bereits am 15.07.2019 den Klimanotstand für den Wald ausgerufen. Der Verband hat sich zu diesem Schritt entschlossen „aus großer Sorge um den Wald selbst, aber auch um alle Menschen, die Tiere und Pflanzen, die Wald dringender benötigen, als vielen bewusst ist.“

Am 18.07.2019 wandte sich auch der BDF NRW in einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit:

„Für den Wald in Nordrhein-Westfalen ist es fünf vor Zwölf. Der Wald erlebt eine Klimakatastrophe von bisher nicht gekanntem Ausmaß. Neben dem Brotbaum des Waldes, – der Fichte -, als in NRW häufigster Nadelbaumart, die bisher am augenscheinlichsten unter der Dürre gelitten hatte, zeigt sich nun mehr und mehr auch ein Absterben der Rotbuche, – der Mutter des Waldes -, der wichtigsten Laubbaumart in unseren Wäldern. Das ist besonders dramatisch, denn auf die Rotbuche hatten wir Forstleute beim notwendigen Waldumbau hin zu klimastabilen Wäldern in den vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich gesetzt.“

Zur Rettung des Waldes in Mitteleuropa forderten die Forstleute bereits im März 2019 eine Art Marschall-Plan, den sogenannten Carlowitz-Plan, in Anlehnung an den Begründer des Begriffs der Nachhaltigkeit Hans Carl v. Carlowitz, in Höhe von fünf Milliarden Euro:

„Denn der Wald ist systemrelevant und too big to fail.“

Im Kern dieses Rettungsplans soll ein Maßnahmenpaket geschnürt werden, um den Wald in all seinen Funktionen und als wichtige systemrelevante Lebensgrundlage und Erbe für uns Menschen zu erhalten. Passiert ist bis heute – nichts. Auf diese Untätigkeit der verantwortlichen Politikerinnen und Politiker haben die Forstleute nun reagiert und wenden sich an die Öffentlichkeit:

Der Klimanotstand für den Wald ist eingetreten. Es ist Alles zu unternehmen, um unsere Wälder als prägendes grünes Drittel unseres Landes und systemrelevante Lebensgrundlage zu erhalten. Nur so werden wir dem Prinzip der Nachhaltigkeit gerecht.

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