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Leserbrief zum klimapolitischen Mehltau in Hamm

Leserbrief im Westfälischen Anzeiger vom 11.09.2020

Hamm ist einen Stadt im Klimanotstand. Bis 2035 will die Kommune Klimaneutralität erreichen. Wie das genau passieren soll – dazu herrscht weitestgehend Schweigen im Kommunalwahlkampf.

Der klimapolitische Mehltau in Hamm wird insbesondere beim geplanten Klimabeirat deutlich. Hier zaubern CDU und SPD ein Gremium aus dem Hut, das vorgibt, etwas für den Klimaschutz zu tun. Allein die Besetzung macht klar, dass hier Parteien und Verwaltung die Oberhand behalten sollen über Experten und Bürgergesellschaft. Damit wurde ein Gremium für das Spiel auf Zeit geschaffen.

Doch genau das haben wir nicht mehr: Zeit. Es muss endlich Schluss sein mit politischen Machtspielchen und der Verantwortungsverweigerung in der Verwaltung. Der Klimawandel ist auch in Hamm die größte Herausforderung, vor der wir als Gesellschaft stehen.

Wer Angst vor der Zukunft hat, sollte nicht in die Politik gehen. Es ist an der Zeit, den Bürgern klar zu sagen, was in den nächsten Jahren passieren muss. Münster hat gerade vorgemacht, wie so etwas geht. In Hamm schweigt man lieber. Und hofft, dass der Klimawandel erst in der nächsten Wahlperiode richtig durchschlägt.

Uli Mandel

Gründer, Administrator und Koordinator des Klimabündnis Hamm. Motto: "Taten, statt warten!“ oder "Auch ein Schritt zurück kann Fortschritt sein." Wer in meinen Beiträgen Fehler findet, sollte sie nicht behalten. Bitte per Mail zuschicken!

Ein Gedanke zu „Leserbrief zum klimapolitischen Mehltau in Hamm“

  1. Bei der Veröffentlichung dieses Artikels am 10.09.2020 stand dort noch folgendes: „Dieser Leserbrief von mir ging bereits vor fünf Tagen an des Westfälischen Anzeiger, wurde jedoch bisher nicht veröffentlicht:“ – Das haben wir nach Veröffentlichung des Leserbriefes im WA heute korrigiert.

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