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Münster Alte Salzstraße

Münster: „Null Erfolg“ statt „Null Emissionen“

Die Stadt Münster hat vor einigen Wochen ihren jährlichen Bericht zur Energiewende und zum Klimaschutz vorgelegt. Aufgrund der vorliegenden Zahlen bleibt es rätselhaft, wie die Dom-Stadt das Versprechen der Treibhausgasneutralität bis 2030 umsetzen will.Die Energie- und Klimaschutzbilanz der Stadt Münster soll einen Überblick über die Entwicklung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen im Stadtgebiet geben. Dazu werden CO2-Emissionen und Energieverbräuche ausgewiesen.

Das erschreckende in der aktuellen Bilanz für das Jahr 2018: Seit 2015 stagnieren Energiewende und Klimaschutz in Münster. Der Ausstoß an Kohlendioxid liegt verlässlich bei rund 1.9 Millionen Tonnen pro Jahr, der Energieverbrauch verharrt bei 6 Terawattstunden pro Jahr.

Als Gründe für die Erfolglosigkeit im Klimaschutz nennt die Stadt Münster drei wesentliche Punkte:

  • Zunahme der Wohnbevölkerung (um den Faktor 1,01 zwischen 2016 und 2018)
  • Zunahme der Anzahl an Wohnfläche pro Kopf (um den Faktor 1,01 zwischen 2016 und 2018)
  • Zunahme der PKW in Münster (um den Faktor 1,04 zwischen 2016 und 2018)

Mit dieser Argumentation legt die Stadt Münster dar, wie planlos sie aktuell agiert beim Thema Klimaschutz. Es ist kein Ansatz sichtbar, wie innerhalb von 10 Jahren die Treibhausgasemissionen gemäß Ratsbeschluss auf Netto-Null reduziert werden sollen. Offensichtlich haben weder Verwaltung noch Politik bis heute begriffen, welche Veränderungen notwendig sind für eine klimaneutrale Kommune.

Es bleibt die Hoffnung, dass die Parteien nun im Kommunalkampf erklären, wie die gesetzten Ziele beim Klimaschutz erreicht werden sollen. ‚Null Erfolg‘ kann keine Strategie für die Zukunft sein.

 

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