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Farben der Klimaveränderungen seit 1884 bis 2019

Paris in Trümmern

Nachdem sich Deutschland mit dem aktuellen Kohlegesetz von den Pariser Klimazielen verabschiedet hat, hat sich die Weltgemeinschaft der Meteorologen WMO zu Wort gemeldet: Bereits in den nächsten fünf Jahren könnte die globale Temperaturerhöhung die1,5°C-Grenze überschreiten.

Zum ersten mal ist es mit dem aktuellen Bericht der WMO unter Zusammenführung von Ressourcen der Klimawissenschaft gelungen, einen Ausblick auf die kommenden fünf Jahre vorzulegen. Beteiligt an dem internationalen Projekt waren die besten Computer-Modelle von zehn Forschungsgruppen. Ein derartiger Bericht soll zukünftig jedes Jahr vorgelegt werden.

Die Forschungsgruppen kommen zu dem Ergebnis, dass sich die durchschnittliche globale Temperatur bereits über 1,0°C erhöht hat im Vergleich zu den Werten aus der vorindustriellen Epoche (1850-1900). Die letzte Fünf-Jahres-Periode war die wärmste, die je gemessen wurde. Die Aussicht für die nächsten fünf Jahre kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Es besteht eine Wahrscheinlichkeit von 20%, dass sich bei einem der nächsten fünf Jahre die weltweite Durchschnittstemperatur um mindestens 1,5°C erhöht haben wird im Vergleich zum vorindustriellen Niveau. Diese Wahrscheinlichkeit wird ansteigen.
  • In 2020 hat sich die Arktis doppelt so sehr erwärmt verglichen mit der globalen Durchschnittserwärmung. Diese Erwärmung wird weiter ansteigen.
  • Aufgrund von klimatischen Veränderungen im Nordatlantik ist mit einer Zunahme von Stürmen in Westeuropa zu rechnen.

WMO Generalsekretär Petteri Taalas weist in seiner Stellungnahme auf die enormen Herausforderungen hin, die bevorstehen, um die Klimaziele von Paris noch zu retten. Taalas fordert die Weltgemeinschaft auf, aus der Coronakrise heraus mit einer Klimaschutz-Strategie neu zu starten.

 

 

 

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