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Pressemitteilung der BIGG vom 02.02.2017

Die Stadtwerke Hamm ziehen sich aus der HammGas zurück und kommen damit einer langjährigen Forderung der Bürgerinitiative gegen Gasbohren (BIGG) nach. Bei aller Freude über die späte Einsicht bestehen dort jedoch auch Bedenken. „Betriebswirtschaftlich ist die Entscheidung für einen schnellen Ausstieg sicherlich richtig. Das Geld ist einfach weg.“ so Dirk Hanke von der BIGG. „Trotzdem wirkt das Vorgehen jetzt überstürzt und kopflos. Statt im Interesse der Bürger weitere Aktionen der HammGas zu blockieren versucht man sich jetzt einen schlanken Fuß zu machen, um im Wahljahr nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden.“

In ihrem aktuellen Positionspapier hatte die Bürgerinitiative vor genau diesem Vorgehen gewarnt und auch Beispiele genannt, was die Stadtwerke noch hätten erledigen können: Fortführung des Grundwasser-Monitorings, Verfüllung der Bohrung Herbern 58 und Einlösung des Transparenzversprechens durch Veröffentlichung von Daten.

Der Hauptgesellschafter der HammGas, die PVG Resources GmbH, sichert und verlängert sich derzeit weitere Aufsuchungsfelder in der Region. Ohne das Geld der Stadtwerke bleibt aber fraglich, ob sich daraus in nächster Zeit konkrete Bohrungen ergeben. „Geld und Kraft der PVG sind derzeit in Niedersachsen gebunden, wo sie als ‚LauenhagenGas‘ ein ganz ähnliches Projekt wie in Hamm durchführen wollen.“ berichtet Hanke, der darin aber nur eine kleine Verschnaufpause erkennen mag.

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Nachricht an Dirk Hanke

Dirk Hanke

BIGG Hamm

2 thoughts to “Pressemitteilung der BIGG vom 02.02.2017”

  1. Dirk, bisher finde ich keine Presseveröffentlichung, die einen Rückzug der Stadtwerke aus der HammGas GmbH ankündigt. Woher ist diese Information?

    Kann es sein, dass darüber (noch) nichts im WA zu lesen ist, weil die Stadtwerke Hamm erst kürzlich über den Verlust von mehr als 25 Millionen Euro im Kraftwerk Westfalen berichten mussten?

    Ich verstehe da was nicht: Die Ratsmitglieder von CDU, SPD, FDP und Grüne, deren Stimmen für die Gasbohrungen in Hamm notwendig waren, haben ihre Stimme FÜR Gasbohrungen immer damit begründet, dass sie dann „Teil des (Bohr-)Verfahrens“ sind und dass sie sich dadurch neben den Einnahmen auch Transparenz und Einflussnahme versprechen. Das war ja wohl Wunschdenken! Nachdem die Stadtwerke nun ca. 2,4 Millionen Euro Verlust mit dem Gasbohrgeschäft gemacht haben, geben sie tatsächlich ihre Anteile an der HammGas GmbH ab und machen damit den Hauptgesellschafter PVG Resources GmbH noch mächtiger, als er jemals in der HammGas war?

    Mit der Gründung der HammGas sind die Stadtwerke Hamm und somit auch der Rat der Stadt Hamm ein unkalkulierbares Risiko eingegangen. Dieses Risiko steigt doch jetzt, wenn sie die PVG alleine in der HammGas belassen. – Also passiert jetzt genau das Gegenteil von dem, was die Ratsmitglieder angeblich mit ihrer Stimme für Gasbohrungen bezweckt haben. – Oder sehe ich da was falsch?

    1. Hallo Uli,
      die Information, dass die Stadtwerke nicht nur planen, aus der HammGas auszusteigen, sondern BEREITS AUSGESTIEGEN SIND, stammt aus zwei Quelle. Die eine möchte ich hier einmal als „inoffiziell“ bezeichnen, bei der zweiten handelt es sich um eine Information, die ich über eine Journalistin erhalten habe und die direkt auf die Sprecherin der Stadtwerke, Frau Helm zurück geht. Es scheint sich also nicht um ein Geheimnis zu handeln, aber man möchte es wohl doch nicht selber in die Welt tragen. Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Die Gründe dafür sind sicherlich politisch motiviert, z.B. wie Du vermutest um nicht zu viele schlechte Nachrichten in kurzer Zeit zu produzieren.

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