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Systemschmelze #2

In Kalifornien brennt die größte Fläche, seit es zu diesen Naturkatastrophen Aufzeichnungen in dem US-Bundesstaat gibt. Und das ist nicht die einzige Zahl, die verdeutlicht, dass sich das Ökosystem Erde an einem Kipppunkt befindet.

United in Science - Kernbotschaften
United in Science – Kernbotschaften

Etwa 809.000 Hektar Land sind in diesem Jahr bereits im US-Bundesstaat Kalifornien verbrannt . Der bisherige Rekord für ein ganzes Jahr lag bei 793.184 Hektar und wurde 2018 aufgestellt. Dabei liegt der Höhepunkt der Brandsaison in dem Sonnenstaat in den Monaten September und Oktober.

United in Science 2020“ lautet der Titel eines Reports, der u.a. von der World Meteorological Organization (WMO) und dem Weltklimarat – Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – zusammengestellt wurde. Hier findet sich eine gute Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse.

Die Daten zeigen auf, dass die Treibhausgaskonzentration mit einer Rate von ca. 1,6% pro Jahr von 2008 bis 2017 angestiegen ist. In 2020 wird aufgrund der Corona-Krise mit einem leichten Absenken der Emissionen von Treibhausgasen gerechnet. Will man die Klimaziele von Paris (höchstens 2°C weltweite Temperaturerhöhung maximal, nach Möglichkeit höchsten 1,5°C) einhalten, müsste der Treibhausgasausstoß die nächsten Jahre so radikal sinken pro Jahr wie in dem Krisenjahr 2020.

Die Folge: Die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre ist so hoch wie seit mindestens drei Millionen Jahre nicht mehr. Ein Absinken steht nicht in Aussicht.

DNV GL: Jährliche Treibhausgasemissionen
DNV GL: Jährliche Treibhausgasemissionen in Gigatonnen CO2-Equivalent pro Jahr; Auswirkungen auf das CO2-(Carbon-)-Budget

Passend dazu hat DNV GL, ein Beratungsunternehmen für Risikomanagement und Qualitätssicherung für Unternehmen aus den Sektoren Seefahrt, Öl- und Gasindustrie und Energieversorger, den jährlichen Energy Trasition Outlook. veröffentlicht. Danach ist das Treibhausgas-Budget für das Pariser 1,5°C-Ziel bereits 2028 gerissen und 2°C wird 2050 überschritten. Die ExpertInnen rechnen mit einer Temperaturerhöhung von 2,3°C bis zum Ende des Jahrhunderts.

Bemerkenswert an dieser Studie ist die Breite an Technologien, die zur Abmilderung des Treibhauseffektes und bei der Energiewende zum Einsatz kommen. Dennoch bleibt am Ende das Niederschmetternde Fazit:

„Not Fast Enough“

Deutlich wird darauf hingewiesen, dass eine große Lücke besteht zwischen den Pariser Klimazielen und den tatsächlichen Anstrengungen der Menschheit, die Klimakrise einzudämmen. Es sei nicht weiter zu leugnen, dass dringend eine Lösung gefunden werden müsse, um diese Lücke zu schließen, denn die Weltgemeinschaft der Wissenschaft betrachte einen derartigen Anstieg der globalen Temperatur als Gefahr.

 

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