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Systemschmelze #8

Die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre hat einen neuen Rekordwert erreicht. Gleichzeitig wehrt sich der Bundesverkehrsminister gegen höhere CO2-Grenzwerte in Europa. Ist das Wahnsinn? Ja!

Es war ja bekannt, dass die Emissionen von Treibhausgasen auch in der Coronakrise nur geringfügig gesunken sind. Nun meldet das Mauna Loa Observatorium auf Hawaii am 03. April 2021 zum ersten mal eine CO2-Konzentration höher als 420 ppm (Teilchen pro Millionen Teilchen) in der Atmosphäre. Mit 421 ppm ist dies der höchste jemals gemessene Wert an dieser Messstation. Der Wert vor genau einem Jahr betrugder Wert noch rund 415 ppm.

Die Australian Academy of Science hat vor wenigen Tagen den Bericht „The risks to Australia of a 3°C warmer world“ veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Das Schicksal des Great Barrier Reef ist so gut wie besiegelt. Zwischen 70 und 99 Prozent der Korallen werden zerstört, wenn nicht unmittelbar Veränderungen greifen, die die globale Erwärmung umkehren.
  • Sollte die aktuelle weltweite Klimapolitik fortgesetzt werden, ist bis zum Ende des Jahrhunderts mit einer Temperaturerhöhung von 2.7–3.1°C zu rechnen.
  • Das Pariser Klimaziel, die globale Erwärmung auf 1,5°C globaler Temperaturerhöhung zu stoppen, ist nun außer Reichweite:

„Limiting climate change to 1.5°C is now virtually impossible“
Australian Academy of Science, „The risks to Australia of a 3°C warmer world“

Und während der westantarktische Eisschild vermutlich einen Kipppunkt erreicht hat, was den Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Meter zur Folge hätte, kämpft Verkehrsminister Andi Scheuer gegen schärfere Grenzwerte für Autos mit Benzin- und Dieselmotoren. Ja – das ist Wahnsinn!

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