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Vorschläge der Imker’innen für den Klimaschutz

Notwendige Maßnahmen für den Klima-, Natur- und Artenschutz aus der Sicht der Imker*innen im Imkerverein Hamm e.V.

Problem Lösung
Wege- und Straßenbegleitgrün, Feldraine sind artenarm, fehlen mehrjähriger Wildkräuter, somit fehlen Nahrungsquellen und Rückzugsgebiete für viele Insekten u.a. Tiere

Ursache: Überversorgung von Boden/Pflanzen mit Stickstoff durch Düngung und Eintrag aus der Luft,

Folge: es dominieren in der Artenzusammensetzung die N-Weiser wie z.B. Brennnesseln, bilden Monokulturen und verdrängen andere Wildkräuter,

Folge: durch die Überversorgung mit Stickstoff nehmen die N-Gehalte in den Wirtspflanzen vieler Insekten zu und führen bei Aufnahme zu hohen Sterblichkeitsraten z.B. bei Schmetterlingsraupen,

Verringerung des Einsatzes von Mineraldünger, spart viel Energie und reduziert die Lachgasemissionen, Anbau von Leguminosen, die aktiv Luftstickstoff sammeln, verbessern die N-Versorgung der Pflanzen und erhöhen die Qualität der Fruchtfolge, ihre Wurzeln sind in der Lage die Bodenstrukturen zu verbessern, zudem sind sie wertvolle Futterpflanzen vieler Insekten,
Einsatz von Mulchgeräten zu Unzeiten, wenn Pflanzen in voller Blüte stehen und Insekten und anderen Tieren als Nahrung und Lebensraum ihrer verschiedenen Entwicklungsstadien dienen. statt Mulchen schneiden, Zeitpunkt: zur Samenreife der Blühpflanzen,
Mulchmaterial wird nicht abgefahren, dadurch ersticken viele junge Sämlinge und es sorgt für einen zusätzlichen Eintrag von Nährstoffen, Material abfahren und damit Biogasanlagen beliefern;
Feldrandhygiene – Landwirte mulchen nach der Ernte ihre Feldränder, um die Ausbreitung von Wildkräutern zu verhindern, Feldränder stehen lassen, so dass eine Vernetzung möglich ist und die Landschaft nicht komplett ausgeräumt wird,
Einsatz von Herbiziden und Insektiziden etc., Einlagerung von Rückständen in Pollen und Nektar, Guttation und Tautropfen; Insekten nehmen Pollen, Nektar und auch Guttation- und Tautropfen für ihre eigene Ernährung und zur Brutpflege auf, Wirkstoffe finden sich z.B. im Honig und Wachs wieder, bei zu hohen Konzentrationen muss z.B. der Honig verworfen werden; Einsatz von Spritzmitteln während des Insektenflugs in offene Blüten grundsätzlich verbieten, Abdrift vermeiden, Gewässerschutz beachten, Abstände einhalten, Einsatz auf ein Minimum beschränken; in öffentlichen Flächen Chemieeinsatz komplett unterlassen
einjährige Sommerpflanzen z.B. Geranien sind ohne Nährwert für Insekten, Bepflanzung von Blumenkästen öffentlichen Anlagen etc. nur mit mehrjährigen insektenfreundlichen Stauden, spart Energie, Zeit und Geld;
Ausgeräumte Landschaften, dadurch fehlende Vernetzung von Lebensräumen; unsachgemäße Pflege von Straßenbäumen, Kopfbäumen und Hecken durch ungeschultes Personal; überackern von Wegebegleiträndern; Anlage und Pflege von Baumreihen, Windschutzanlagen, Heckengehölze und Waldrändern, Anlage von Streuobstwiesen, Verwendung heimischer Baum- und Straucharten, Schulung des Personals zum Thema Gehölzpflege etc., ausfindig machen von überackerten Wegeseitenstreifen; und diese für Anpflanzungen etc. nutzen (siehe Beispiel Stadt Soest);

 

Ableitung von Regenwasser, Wassermangel in den Sommermonaten, Verbrauch von wertvollem Trinkwasser für die Bewässerung von Gärten, Gartenbaubetrieben und landwirtschaftlichen Flächen, Gemüseanbau; Große Wasserspeicher anlegen, um Reserven für Trockenphasen in der Landwirtschaft zu haben, im Gartenbereich Regenwasser mittels Regentonnen oder Zisternen sammeln und für Gartenbewässerung nutzen,
Systematisches Entfernen von Efeu an Bäumen durch die Stadt,dadurch Vernichtung einer Hauptnahrungsquelle für Insekten im Spätsommer; Efeu wird zudem von vielen Vögeln als Brutplatz genutzt;
Fehlende Fassadenbegrünungen, Steingärten, Stabgitterzäune mit Plastiksichtschutz etc. Aufheizen der Städte…
Belassen des Efeus an Bäumen, Aufklärung: Efeu ist kein Konkurrent für Bäume, sondern nutzt diese nur als Kletterhilfe, stirbt ein Baum ab, nutzt der Efeu die positiven Lichtverhältnisse und wächst bis in die Baumkrone hinein und es entsteht der Eindruck, dass der Efeu für das Absterben des Baumes verantwortlich ist; Fassadenbegrünung fördern, Garteneinfriedungen mit Hecken fördern, Bauvorschriften bezüglich Steingärten, Einfriedungen etc. festlegen;
Anstieg klimaschädlicher Gase wie Lachgas (N2O), Methan ( CH4) und Kohlendioxid (CO2) Förderung der Bodengare durch Humusbildung, Dauergrünland und Wald als Co2 Speicher mehren und fördern, Tiere wieder auf die Weide, Tierhaltung an die vorhandenen Futterflächen binden d.h. 2 Großvieheinheiten /Hektar; Wasservorräte bei Genehmigung von Stallneubauten berücksichtigen – „Wasserrucksack“ z.B. bei Rindern 1 kg Rindfleisch 50.000- 100.000 Litern; Gründüngung fördern;

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