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Weltladen Hamm öffnet wieder

Der Weltladen Hamm in der Oststraße 13 öffnet am Montag (11. Januar) zu den gewohnten Zeiten wieder seine Türen für Kunden.

Schweren Herzens hatte das Ladenteam das Geschäft für Produkte aus fairem Handel am 16. Dezember geschlossen. Die Infektionszahlen, aber auch die hohe Belastung des gesamten Teams in den Wochen und Monaten davor, hatten diesen Schritt unumgänglich gemacht.

Die letzten Wochen wurden genutzt, um den Laden so umzugestalten, dass eine Öffnung trotz des verlängerten Lockdowns möglich wird. Die Kunden müssen daher auf Produkte aus den Bereichen des Kunsthandwerks vorerst verzichten. Lediglich Vorbestellungen für diese Warengruppen werden im Rahmen einer Abholung möglich sein. Im Geschäft selbst stehen die Dinge des täglichen Bedarfs im Vordergrund. Hierzu gehören neben Kaffee, Tee und Zucker auch Reis, Quinoa, Hülsenfrüchte, Brotaufstriche und Süßwaren. Neben weiteren Lebensmitteln bietet der Weltladen auch Seifen, Handcremes und handgenähten Mund-Nasen-Schutz an.

Mit der Herausnahme von Kunsthandwerk und Geschenkartikel reagiert der Weltladen auf die gültigen Corona-Schutzmaßnahmen für den Einzelhandel. Gleichzeitig trage die Wiedereröffnung mit dem Segment Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs dazu bei, dass Produzenten aus Ländern des globalen Südens ein Einkommen haben. Gerade im Bereich der Lebensmittel handele es sich schließlich auch um Produkte mit einer begrenzten Mindesthaltbarkeit (MHD), so Paula Sudhaus, Geschäftsführerin des Weltladens Hamm. Nicht nur im Geschäft drohen sonst Lebensmittel aufgrund eines abgelaufenen MHD aus dem Verkauf genommen zu werden, auch die Produzenten blieben auf ihrer verderblichen Ware sitzen, wenn der Verkauf in Europa gestoppt würde.

Mit Sorge schauen das Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) und das ehrenamtliche Weltladenteam seit März auf die Situation der Produzenten unserer Konsumgüter, denn „sie leiden besonders unter der weltweiten Pandemie. Und auch wenn der faire Handel viele Anstrengungen unternommen hat, diese Auswirkungen abzumindern, sind auch hier die Produzenten besonders betroffen“ so Sudhaus. „Fehlende Absatzmärkte, eine schlechte Gesundheitsversorgung und oftmals auch strenge Lockdowns in den Ländern bedrohen viele Menschen in ihrer Existenz“, erklärt sie. Aus diesem Grund habe man sich entschlossen das Geschäft wieder zu öffnen. Das Team, das den Laden ehrenamtlich betreibt, steht schon in den Startlöchern, freut sich Sudhaus.

Der Verkauf von Produkten aus dem fairen Handel ist für die Engagierten mehr als der reine Verkauf von Waren. Fair gehandelte Produkte stehen für eine weltweite Solidarität mit jenen, die ganz am Anfang der Produktionsketten stehen. Sie sind es, die den Kaffee anpflanzen, pflegen und pflücken und gleichzeitig jene, die normalerweise am wenigsten Einfluss auf die Preise haben. So wie auch die Landwirte in Deutschland unter dem Preisdruck der Abnehmer leiden, ergeht es auch der Mehrheit der Landwirte weltweit. Der faire Handel verspricht hier, durch zahlreiche Maßnahmen Abhilfe. Und so ist es für das Team selbstverständlich auch und gerade in schwierigen Zeiten durch die Öffnung des Ladens den fairen Handel zu stärken.

Weltladen Hamm, Oststraße 13
Öffnungszeiten des FUgE-Weltladens:
Montags – freitags: 10-13 und 15-18 Uhr
Samstags 9.30 – 14.00 Uhr

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