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18.11.2019: Protest gegen Uranmülltransport

Kennzeichnung beim Schienentransport
Kennzeichnung beim Schienentransport

Mahnwache gegen den Atommülltransport durch Hamm!

Am Montag, 18.10.2019, findet ein Atommülltransport von Gronau über Hamm nach Russland statt. Der Uranzug wird voraussichtlich 600 t radioaktives und hochgiftiges Uranhexafluorid (UF6) in zwölf Waggons transportieren, die in Russland in der Atomanlage Novouralsk bei Jekaterinburg als Atommüll verbleiben sollen.

Wir fordern einen sofortigen Stopp des Atommülldeals zwischen Urenco und dem staatlich russischen Atomkonzern Rosatom. Die russische Umweltorganisation Ecodefense nennt den Deal „zynisch und unmoralisch“ und Greenpeace Russland fordert, dass Russland nicht die Atommüllkippe für die Gronauer Urananreicherung sein darf. Urenco gehört in Deutschland den Energieriesen RWE und EON sowie zu je einem Drittel dem britischen und niederländischen Staat.

Wir kritisieren, dass die sogenannte „Wiederanreicherung“ des angeblichen „Wertstoffs“ nur ein Deckmäntelchen ist, damit sich Urenco in Deutschland die sehr teure schadlose Entsorgung des abgereicherten Urans sparen kann. In Gronau fallen jedes Jahr an die 5000 t abgereichertes UF6 als Abfallstoff der Urananreicherung an. Neben der UAA lagern derzeit laut NRW-Landesregierung rund 22.000 t abgereichertes UF6 unter freiem Himmel, weil Urenco die sichere Entsorgung nicht finanzieren will. Das ist ein Skandal und Russland nicht die Lösung!

In Gronau, Münster, Drensteinfurt und Hamm finden am Montag deswegen entlang der Transportstrecke vor den Bahnhöfen Mahnwachen statt. Mit dabei sein wird Vladimir Slivyak von der russischen Umweltorganisation Ecodefense, die in Russland selbst vom Staat als „ausländische Agenten“ gebrandmarkt werden.

Bitte kommt alle zur Mahnwache!

  • Zeit: Montag, den 18. November, ab 13.30 Uhr
  • Ort: Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof Hamm

Mehr dazu:
www.sofa-ms.dewww.urantransport.dewww.reaktorpleite.de

Presse dazu

Uli Mandel

Gründer, Administrator und Koordinator des Klimabündnis Hamm. Motto: "Taten, statt warten!“ oder "Auch ein Schritt zurück kann Fortschritt sein." Wer in meinen Beiträgen Fehler findet, sollte sie nicht behalten. Bitte per Mail zuschicken!

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